Schatten und Licht

Das Leben ist eine Komödie,

das Ende die Tragödie,

wir stehen auf und fallen hin,

wer versteht den Sinn?

Und haben wir uns dann erhoben,

so stößt man uns erneut zu Boden.

Da schöpft man endlich neuen Mut,

denkt jetzt wird endlich alles gut,

doch kommt irgendwo ein Schatten her,

lautlos, kalt und erst ganz klein,

nistet er sich ein.

Warum muss das sein?

Die Gedanken vorher klar und rein,

doch jetzt spielt der Schatten noch mit rein.

Er vernebelt und vergiftet sie,

ein tropfen Angst,

ein Päckchen Zweifel

zwei Priesen Unzufriedenheit,

zwei Teile Unsicherheit.

Und fertig ist das Chaos und das ist ganz alleine meins.

Doch hat das Leben dich eins gelehrt,

denn wo Schatten ist, dort ist auch Licht.

Es ist zu früh für dein Gericht,

den schuldig ist nur der Thor,

der den Lebensmut verlor.

Doch der Kopf wird wieder klar,

den das Leben ist doch wunderbar.

Erfreue dich an den kleinen Dingen,

die dir so viel Freude bringen.

Tanzen, lachen, und mit Tränen ringen,

im Regen laufen und laut singen.

Eine Frau im Arme, Ihre Wärme spüren

ihr Herz und Ihre Seele berühren.

Mit Ihr lachen und auch weinen,

zusammen alle Schmerzen teilen.

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Der Harlekin

Er schlägt ein Rad und macht Grimassen,

die Menge lacht und kanns nicht fassen,

er hüpft und tanzt die ganze Zeit,

die Menge klatscht vor Heiterkeit.

Der Abend zieht dahin im Fluge,

mit Sprüchen dumme und auch kluge,

der Harlekin, der Harlekin,

die Menge die bejubelt ihn.

Dann wird es dunkel in der Manege,

die Menge geht, die Lichter flackern,

draußen hört man sie noch fröhlich gackern,

nur einer dreht noch seine Runde,

der Harlekin, ohne lächeln auf dem Munde.

Die Maske ist gefallen, wie der Vorhang der Manege,

die Fröhlichkeit rinnt dahin, wie die Tränen auf seinen Wangen.

Die Geister beginnen Ihn zu jagen,

kein Entrinnen, kein Entkommen,

er taumelt wie benommen,

um der Dunkelheit zu entkommen.

Doch auch Morgen wird man Ihn wieder sehen,

mitten in der Manege stehen.

Lachen, witzeln, Räder schlagen um,

sein Schicksal zu ertragen.

Die zwei Gesichter die sind sein,

das eine Lacht, das andere weint.

Lust, Sex und der Anfang

Da stand ich ich nun und wollte die Vergangenheit hinter mir lassen. Die Emotionen unterkühlt, jedoch die Lust nicht verloren, ganz im Gegenteil, der Reiz des Neue, den Horizont zu erweitern,  sich selbst kennen und lieben lernen.
So meldete ich mich auf einer relativ bekannten Swinger Community an um einfach mal so “rein zu schnuppern”.

Es dauerte nicht lange und fand eine sehr interessante Frau. Wir schrieben ein paar Wochen hin und her, tauschten Meinungen und Vorlieben aus und unterhielten uns sehr gut und auch sehr tiefsinnig.
An einem Samstag im Winter 2013 war ich auf einer Hochzeit eingeladen, die Stimmung war gezwungen und je später es am Nachmittag wurde, desto gelangweilter war ich.
Die Dame und ich schrieben sporadisch über WhatsApp, man will ja nicht unhöflich sein. Wir flacksten ein bisschen hin und her wie schrecklich langweilig unsere beiden Nachmittage doch seien, also sie meinte, wir könnten uns doch einen schönen Abend bei Ihr machen.
Mir wurde warm und ein lächeln stahl sich auf mein Gesicht, mit so etwas hab ich nicht gerechnet, da ich damals eher der schüchterne Typ war. Ich sagte zu ihr “dann muss ich mich aber noch umziehen hab doch den doofen Anzug an”.
Da ich eher der Jeans und Shirt bzw. Sweatshirt Typ bin und mich darin einfach wohler fühle. “Nein, lass den Anzug ruhig an, ich steh drauf” sagte sie “wie die Dame wünscht” erwiderte ich, man (n ) kann doch einer Frau keinen Wunsch abschlagen.

Gegen 22:00 Uhr stand ich auf dem Parkplatz vor ihrer Wohnung.
Meine Hände waren feucht, mein Puls beschleunigte sich von Schritt zu Schritt, das Herz klopfte bis zum Hals.
Die Aufregung, das Neue, die freudige Erregung und der Schritt ins Ungewisse, dass alles war eine unglaubliche Cocktail der durch meine Adern rauschte.

Sie öffnete die Tür, dass Licht im Flur war nicht an und so sah ich nur Ihr Lächeln. Wir nahmen uns zur Begrüßung in den Arm, ich roch an ihrem Haar und es duftet wundervoll, “schön dich endlich mal zu sehen” flüsterte ich ihr ins Ohr “schön dich zu spüren” erwiderte sie. Als sie sich von mir gelöst hatte lächelt sie schelmisch, sie musst meine Erregung gespürt haben.
Sie führte mich den Flur entlang ins Wohnzimmer, welches nur schummrig von einer kleinen Lampe und Kerzen beleuchtet war. Der Raum wurde von einem großen Sofa dominiert, ein paar Pflanzen, schlicht aber stilvoll.
Vor lauter umschauen bemerkte ich erst als wir am Sofa angelangt waren, dass sie nur ein sehr dünnes Oberteil trug, wo sich Ihre Erregung sichtlich abzeichnete.
Ein hämisches Grinsen stahl sich auf mein Gesicht und sie lächelte ebenfalls. “gefällt dir was du siehst?” Neckte sie mich “Natürlich und dir?
“Ein Mann ganz in schwarz im Anzug? Ja, gefällt mir”

Sie trat dicht an mich heran, schmiegte ihren Körper an meinen. Ich legte eine Hand in ihren Nacken und zog Ihre Lippen zu den meinen, wir küssten uns langsam und zärtlich , eine Welle der Erregung durchflute meinen Körper. Mit der freien Hand strich ich ihr über den Rücken. Langsam mit leichtem Druck ließ ich meine Finger über ihre Wirbelsäule gleiten, vom Nacken bis zu ihrem Hintern.

Sie presste sich an mich, ein Schauer der Erregung war bei Ihr zu Spüren, als meine Hand sich auf Ihren Hintern legte.
Die Küsse wurden intensiver, ein Tanz der Lust den unsere Zungen zum Takt der Begierde tanzten. Sie schubste, dass ich plötzlich auf den Sofa saß, sie lächelte und kniete sich zwischen meine Beine.
Meine Lust schien mich förmlich zu zerreißen, als sie langsam meine Hose öffnete und begann mich mit dem Mund zu verwöhnen. Sie genoss es sichtlich meine Lust zu steigern, mich kurz vor den Höhepunkt zu treiben und dann wieder fallen zu lassen, doch dieses Spiel beherrschen zwei.
Ich zog sie zu mir nach oben, küsste sie leidenschaftlich, während ich ihr Oberteil auszog. Sie tat es mir gleich, öffnete die Krawatte und riss mir förmlich das Hemd vom Leib. Die Begierde und die Lust die in der Luft lag war zum greifen nahe, sie beugte sich vor und hauchte mir ins Ohr “ich möchte dich spüren, jetzt” ich drückte sie aufs Sofa und lächelte, der Schalk blitzte in meinen Augen als ich flüsterte “noch nicht”.

Ich entledigte mich meiner restlichen Kleidung, bis auf die Shorts und legt mich mich zwischen Ihre Beine. Nur eine dünne Lage Stoff trennte unsere Lust davor sich zu vereinen. Ich spürte Ihre Lust warm an meiner und das Verlangen sie zu spüren, warm und feucht drohte mich zu übermannen.
Ich begann ihren Hals küssen langsam, cm für cm wanderten meine Lippen zu ihren Brüsten. Ihre Nippel streckten sich meinen Lippen entgegen, ich umkreist sie mit meiner Zunge, langsam und zärtlich.
Sie stöhnte leicht, ein leichtes zittern durchfuhr ihren Körper, als meine Lippen sich plötzlich um ihre Nippel schlossen und daran saugten. Ich presste meine Lust fest auf die Ihre,dass Verlangen wurde unerträglich.

Meine Lippen wanderten von den Brüsten weiter Richtung Bauchnabel. Ich genoss ihre Reaktionen, die jeder Kuss, jede Berührung auslösten. Das beben das durch den Körper läuft, das leise Stöhnen, die Lust, das bereiten der Lust treibt mich bis heute noch in Ekstase.

Ich zog ihr Hose und Höschen gleichzeitig aus, worauf sie lächelte und ein erwartendes funkeln lag in ihren Augen.
Ich vergrub meinen Kopf in ihrem Schoß, verwöhnte sie mit Zunge und Fingern, genoss ihr Stöhnen, dass zittern welches durch ihren Leib ging wie Stromstöße. Kostete ihre warme feuchte Lust in vollen Zügen aus, ihr aufbäumen, zu sehen wie ihre Hände sich in die Polster des Sofas krallten. Ich streifte mir ein Kondom über und drang endlich in sie ein und wir ließen den dingen ihren wundervollen lauf.

Dies war der beginn von vielen wundervollen Stunden, voller Lust und Hingabe und einiger Überraschungen.

Vom Rande des Wahnsinns bis zum Ende des Lebens….

Das Jahr war schwierig, da er nur am Wochenende bei seiner Familie sein konnte, er vermisste seine Frau und die zwei kleinen Kinder schrecklich, doch konnte er keine Schwäche zeigen, er war immer der starke und musste es immer sein.

Gegen Ende des Jahres, riss der Schnitter einen wichtigen Menschen aus dem Leben der Familie, die Vorwürfe nicht da sein zu können, wie er es sich wünschte begannen Ihn zu zerreißen. Denn im neuen Jahr sollte zudem noch ein neues Leben das Licht der Welt erblicken.

Zum Jahreswechsel, meinte es eine Fügung des Schicksals gut mit Ihm und er war wieder mit seiner Familie vereint.

Die ersten drei Monate verstrichen, wie im Flug und das große Ereignis stand fast bevor. Doch es kam anders als gedacht……

Es stellte sich ein, dass der kleine Mensch es in seinem Zuhause nicht mehr aushielt und früher, dass Licht der Welt erblicken wollte. Die Untersuchungen ergaben jedoch, dass nicht alles richtig gelaufen sei und der kleine Mann viel zu klein sei, Sorgen und Ängste um das Wesen, das Ihm schon jetzt ans Herz gewachsen war keimten in Ihm auf.

Nach einer turbulenten Fahrt, welche die Ängste und die Sorge noch höher steigerte, in eine Spezialklinik begann das ganze Prozedere und die Versuche von vorne. Die Stunden, des warten und des bangen zermürbten das Nervenköstum von Ihm sehr.

Das Ergebnis versetzte Ihm einen Schlag ins Gesicht und lies seine Fassade stark bröckeln, als eine Springflut der Sorge und Angst ihn erfasste.

DIAGNOSE: Unterversorgung über längere Zeit….geistige Schäden nicht auszuschließen sofortige NOT OP.

Irgendwer meinte es gut mit dem Kind und es war „nur“ zu schmächtig hatte jedoch keine größeren Schäden davon getragen. Nach 2 Wochen durfte der kleine Mann die Klinik verlassen und in sein neues Zuhause und zu seinen zwei Schwestern kommen.

Weitere 2 Wochen zogen ins Land, bis zu einer Ereignisreichen Nacht….schreie weckten Ihn aus dem Schlaf. Schlaftrunken begann er den Schreien zu folgen und fand seine Frau und den kleinen Mann auf dem Boden liegen….der Notarzt wurde verständigt…

DIAGNOSE: Schlaganfall

Und wieder überwältigten Ihn eine Welle der Angst und der Sorge nur dieses Mal um seine Frau. Unfähig zu Fahren, wurden die Kinder untergebracht und er von einem Freund in die Klinik gefahren….

Stunden des Warten und des bangen vergangen, und auch hier hatte ein Schutzengel seine Finger im Spiel, durch die schnelle Reaktion konnten spät folgen so gut wie beseitigt werden.

Die nächsten Wochen waren geprägt vom Kinderversorgen und das pendeln ins Krankenhaus. Die Sorgen und die Ängsten waren jedoch nie ganz verschwunden, doch er musste stark sein, den Kindern die Angst um die Mutter nehmen und das Neugeborene versorgen. Also funktionierte er wie eine Maschine…er musste stark sein….er musste funktionieren. Auch, als der kleine Funken Wahnsinn in seinem Kopf sich zu einem Feuer ausbreitete…….es blieb keine Zeit für Ihn…..er musste funktionieren.

Der Schnitter meinte es in diesem Jahr sehr gut mit seiner Blutlinie und wütete wie ein Berserker. 6 Menschen vielen seiner Hand zum Opfer…..es war keine Zeit zum Trauern, er musste funktionieren. Es blieb keine Zeit für Ihn…..er musste funktionieren. Das Feuer des Wahnsinns, steigerte sich mit jedem geliebten Menschen, welchen er zu Grabe tragen musste und dessen Totes Gesicht er noch einmal betrachten musste, zu einem Flächenbrand in seinem inneren…..was kann ein Mensch ertragen? Es blieb Ihm keine Zeit…..er musste funktionieren.

Seine Frau hatte sich verändert…nach dem Tode des geliebten Menschen in 2011…sie wurde vorwurfsvoll…er konnte Ihr nichts Recht machen…alles war nur noch falsch, dabei war er krank vor Sorge um Sie gewesen….krank vor Sorge um das Neugeborene…krank vor Sorge dem allem gerecht zu werden und es nicht zu schaffen.

Er gab alles, was er konnte, damit es Ihr gut ging und unterstütze Sie mit allem was er geben konnte, ohne Rücksicht auf sich selbst….den für Ihn blieb keine Zeit….er musste funktionieren.

Und Sie gab dem Wahnsinn neue Nahrung und die Selbstzweifel begannen Ihn zu zerfressen, wie hungrige Tiere das Aas…..trotz allem er musste funktionieren.

Ende des zweiten Quartals des Jahres stand es fest, durch was der Schlaganfall verursacht wurde, ein kleines Loch im Herzen der Frau die er liebte. Auch diese Nachricht schürte die Angst von neuem…den eine kleine Operation am Herzen stand bevor. Auch sind die Risiken minimal wie der Arzt erzählte, jedoch war es doch ein Eingriff am Herzen. Er versuchte Ihr die Ängste und die Zweifel zu nehmen…jedoch konnte er nicht mehr zu Ihr durchdringen.

Die schon längst angespannte Lage der Beziehung wurde von Tag zu Tag schlimmer….er hat das Gefühl, dass seine pure Anwesenheit Sie schon wahnsinnig macht….er stellte sich immer wieder die gleichen Fragen warum? Ich habe nichts getan…ich versuchte lediglich Ihr und den Kindern alles zu geben was ich kann…doch es war wohl nicht genug. Eines Tages eröffnete Sie ihm, dass Ihre Gefühle für Ihn nur noch auf rein Freundschaftlicher Basis beruhen, ob vom Schlaganfall ausgelöst oder nicht, konnte Sie ihm nicht sagen. In diesem Augenblick zerbrach sein Herz in tausend Scherben und es zerriss Ihm fast den Verstand…

Er mobilisierte seine letzten Ihm verbleibenden Reserven an Kraft, die er aus der ach so kleinen Pore seines Körpers ziehen konnte und versuchte alles was er konnte, damit der geliebte Mensch wieder zu Ihm zurück kommt. Aber jeder Versuch brachte keinen Erfolg.

Selbst in der Zeit der OP als er alles für Sie tat und Ihr immer beistand sollte sich nichts mehr fügen….er brannte aus…die Situation verzehrte sein Leben und seine Seele…

Die Tage verstrichen, er füllte sich tot und leer, er hatte alles gegeben und nichts ist Ihm geblieben. Sie lebten zusammen wie Bruder und Schwester…die Fassade der glücklichen Familie wurde aufrechterhalten für die Kinder, Freund und Familie….doch niemand wusste wie es in Ihm aussah…er war nur noch eine leere Hülle, von Selbstzweifeln aufgefressen, durch das Jahr ausgebrannt….so musste er einen anderen weg finden um Leben zu verspüren und dieser kam…der Wahnsinn war sein Wegbegleiter…und jedes mal, wenn die Klinge in sein Fleisch schnitt, fühlte er sich für einen kurzen Moment lebendig……

Im Oktober sollte sich alles ändern…..er kann es sich bis heute nicht erklären, warum er das an diesem Abend getan hat, es ist nicht seine Art, aber irgendwas, wie Sie an diesem Abend auf der neuen Internet Seite schreib war komisch…..

Er loggte sich unter Ihrem Namen ein und was der dann las, lies alle Hoffnung, jeden noch so winzigen Funken eines positiven Gedankens in Ihm sterben. Sie betrog Ihn……und er kannte Ihn…….

Die Verbitterung, der Wahnsinn, die Ängste und Sorgen verwandelten sich schlagartig in puren reinen Hass, der stärker strahlte wie eine Supernova und sein Körper begann zu zittern und Hitze wallte in Ihm auf.

Er stellte Sie am gleichen Abend zur rede…sie versuchte es Abzustreiten, doch die Beweislast war erdrückend. Seine stimme wurde immer leiser bei dem Gespräch und der Hass brannte heißer und heißer in seinen inneren, sein Körper begann zu beben…..seid 3 Monaten führte Sie Ihn hinters Licht.. während er beim Arbeiten war. Seine Fäuste ballten sich und das Bedürfnis…seinem Hass und der Wut freien lauf zu lassen drohte Ihn zu überwältigen….doch er ging einfach…..er wusste wo er wohnt und er hatte keinen sehnlicheren Wunsch als dem Hass die Kontrolle über Ihn zu überlassen…..doch eine kleiner Funken Menschenverstand hielt ihn davon ab.

Zu dem Gefühl der leere und des ausgebrannt seins gesellte sich Verzweifelung und Enttäuschung, es gab keinen Sinn mehr in seinem Leben, er stand vor dem Scherbenhaufen seiner Existenz und kein Ausweg in sich.

Wie in Trance schwebte er durch den Tag unfähig zu denken, zu fühlen oder dem Leben noch einen positiven Aspek abzugewinnen. Die Bäume am Straßenrand wurden immer interessant und der Gedanke „beende es“ fraß sich in sein Hirn. Er ging oft abends einfach Spazieren ohne Plan und Ziel, einfach für sich sein alleine….

Es war spät am Abend und es regnete in Strömen, der Spaziergang tat ihm gut, er ging durch den Wald, er roch den Regen die Bäume zog es in sich auf. Er setzte sich an einen Baum und dachte nach…die Dämme sein Schutz brach und Tränen rannen wie ein reißender Fluss über sein Gesicht…doch er nahm nicht mal den salzigen Geschmack der Tränen mehr wahr.

Wie von selbst entblößte er seinen Unterarm und nahm sein Messer aus der Tasche und klappte es auf. Der Stahl fühlte sich kalt und hart auf seiner Haut an. Die Gedanken begannen zu fließen in seinem Kopf „nur eine kurze Bewegung des Handgelenks und alles wäre vorbei“

Das verlangen alles zu beenden brannte in Ihm…nur einmal dem verlangen nachgeben….

Doch ein anderer Gedanke übernahm gewann die Oberhand: Seine Kinder

Sie brauchen Ihren Vater…sie lieben Ihren Vater…es sind seine Kinder und seine Verantwortung. Der Tot wäre Flucht vor dieser Verantwortung und er flieht nicht.. das wäre feige und das war er noch nie und wird es nie sein.

Er klappte das Messer zusammen, wischte sich die Tränen vom Gesicht und erhob sich als neuer Mensch und ein kleiner funke begann wieder in Ihm zu brennen…Hoffnung….Hoffnung auf ein neues Leben.

Ihr fragt Euch jetzt sicher, warum Blogt er sowas?

Es sei gleich gesagt, NEIN ich fische nicht nach Mitleid, denn es gibt immer Menschen denen geht es schlechter.

Aber vielleicht ist der ein oder andere dabei, der sich zum Teil darin wieder erkennt und vorallem zu der Erkenntiss kommt, so wie ich auch. Es gibt immer einen Funken Hoffnung, egal wie Dunkel es scheint, auch wenn man ihn oft fast nicht erkennt.

Danke

Euer Harlekin

Die Lüge Leben

Oft nehmen wir Dinge hin, oder akzeptieren Dinge, Situationen und Umstände, aus blindem Gehorsam oder anerzogener Verhaltensmuster, welche uns in den ersten Jahres unseres Menschseins durch unsere Eltern vermittelt wurden, diese jedoch Später durch Kindergarten, Schule, Freunde und die Arbeit in den Schädel gehämmert wurden.

Vieles sickerte langsam, wie Wassertropfen in unseren Verstand und wir merken gar nicht, wie wir langsam immer mehr zu einer gut geölten Ja-sage-Maschine werden.

Die Erkenntnis, jedoch zu was wir eigentlich geworden sind kommt meistens zu spät. Es ist kein Wunder in der heutigen Zeit, wo alles schnelllebiger, hektischer und Gewinnorientiert geworden ist, dass die „Ware“ Mensch, dass billigste Gut von allen ist und leider auch das am schnellsten austauschbare.

Das kranke an dieser Welt ist, dass eine Maschine, welche einen defekt aufweist, versucht wird zu Reparieren.

Mit der Arbeitskraft eines Menschen verhält es sich meist leider nicht so, hier sind wir schon bei der „wegwerf Mentalität“ angelangt.

Egal, wie sehr man sich für seine Firma einsetzt, gesundheitliche Schäden billigend in kauf nimmt, sobald die ersten Anzeichen, des Verschleißes, „des nicht mehr richtig funktionieren“ können in der Zukunft sich abzeichnen, landet man auf der Beobachtungsliste.

Und kommt der Moment, in dem man einfach nicht mehr kann, sich eine Auszeit nehmen muss, weil man körperlich- und geistig am Ende ist, dann spürt man erst die Krallen seiner Firma. Krankenbesuche ohne Anmeldung vom Chef, um eine „positive Zukunftsprognose“ zu stellen. Auf Deutsch gesagt, sehen ob man aus dem Wrack von Mitarbeiter in der Zukunft noch mal was raus quetschen kann, oder ob man Ihn besser direkt entsorgt, um die Kosten für die Zukunft so gering wie möglich zu halten.

Der Druck der auf diesen armen Menschen ausgeübt wird ist immens, dabei ist es egal, mit welchen Problemen dieser Mensche abseits der Arbeit zu kämpfen hat. Der Mensch, ist kein Mensch mehr, er ist nur noch eine Sklave, eine Nummer in den Schränken der Personalabteilungen.

Früher waren die Ketten aus Eisen, sichtbar und jeder Sklave wusste um seinen Platz.

Wenn die Peitsche Ihm auf sehr schmerzhafte Art und Weise seine Fehler vor Augen führte.

Heute jedoch legen wir uns selbst die Fesseln an, in Form von Schulden, Familie sonstiger Verpflichtungen und begeben uns mehr oder weniger freiwillig in die Sklaverei.

Auch die Peitsche besteht nicht mehr aus gesalzenem Leder, jedoch wird die geistige Peitsche nicht weniger geschwungen. Angst regiert den Verstand, angst seine Rechnungen nicht bezahlen zu können, angst seine Familie zu enttäuschen, Erfolgsdruck und vieles, vieles mehr.

Und so beugen wir uns oft, unseren Peinigern, welchen wir uns bereitwillig dargeboten haben, weil wir es müssen um zu überleben. Wir sind auch noch dankbar, wenn wir vor Ihnen in den Staub sinken und um unseren Job flehen, dass Sie uns weiter bei sich behalten und uns bis zum letzten Tropfen Leben, den wir geben können aussaugen.

Unterbewusst, wissen wir genau, dass wir uns auf perverse Art und Weise selber zerstören.

Jedoch siegt die Angst, dass zu Verlieren was uns finanziell am Leben erhält, obwohl wir genau wissen, das es uns auf Dauer kaputt macht und wir dann wichtigeres verloren haben, als unseren Job. Denn unsere Körperliche und Physische Gesundheit gibt uns keiner mehr zurück. Und nur, weil wir es nicht geschafft haben, uns zu erheben und die Fesseln der Sklaverei, die wir uns selbst auferlegt haben abzustreifen.

Was ist bloß aus unserem inneren Kind geworden, diese Unbeschwertheit, die wir heute nur noch bei Kindern sehen und uns selbst nicht mehr vorstellen können, dass wir Sie ebenfalls mal tief in uns drin hatten. Unbeschwert lachen, rennen, tollen und das tun, wonach uns der Sinn stand, diesen allgegenwärtigen, reinen und echten Spaß den wir als Kinder hatten genießen uns an Ihm laben und innere Kraft aus diesen Momenten gewinnen. Auch als Kinder sind wir gestolpert, oder haben uns verletzt, Tränen sind geflossen und wir haben uns in die Arme von Mami oder Papi zum Trost geworfen.

Der Schmerz verging und war sofort wieder vergessen und weiter ging das fröhliche Spiel, gewiss erging es bestimmt nicht allen Kindern so, es gibt leider viel zu viele schreckliche Schicksale, die viele Kinder erleiden mussten und auch immer noch heute mit den folgen Ihrer Kindheit zu kämpfen haben. Jedoch denke ich, dass jedes Kind trotzdem viel unbeschwerter durchs Leben geht, wie die Erwachsenen heute. Jedes Kind beginnt in einer Phase seines Lebens Grenzen aus zu testen, gerät in die Trotzphase, klettert ohne über die Konsequenzen nachzudenken auf einen Baum. Rebelliert und versucht sich frei zu entfalten, doch irgendwann, langsam und schleichend wird es immer ruhiger um das Kind, von Jahr zu Jahr wo wir altern wird das Kind immer erwachsener. Doch wo ist diese Innere Kind geblieben, dass wo sich viele schworen immer so zu bleiben wie in Ihrer Jugend.

Ich frage mich, wo ist dieses innere Kind in uns geblieben?

Ist es durch die Jahre der Konditionierung einfach in uns gestorben?

Kauert es, tief in einer dunklen Ecke unseres selbst und weint sich Tag für Tag in den schlaf?

Ich kann diese Frage nicht beantworten.