Das Leben ist schön, oder etwa nicht?

Er erhob sich wie der Phönix aus der Asche, mit einer Glut im den Augen und Mut im Herzen dem Tod von der Schippe gesprungen. Der neue Mut gab im Auftrieb wieder alles ins Reine zu bringen, sein altes Leben hinter sich zu lassen und ein neues Leben zu beginnen.

Der Entschluss zu Leben, liegt nun gut 2 Jahre hinter Ihm und es wird Zeit für ein kleines Resümee zu ziehen. Diese zwei Jahre waren von Höhen und tiefen gekrönt, jedoch beginnen wir am Anfang.

Die leere in seinem Herzen war groß und die Scherben seiner Existenz lag vor seinen Füßen, jedoch ließ der Wille für seine Kinder da zu sein ihn nie im Stich. Er zog in seine neue Wohnung, eine ehemalige Ferienwohnung über seiner alten Wohnung. Es war gewiss nicht immer leicht, die Frau zu sehen, die ihm so unbeschreibliche Qualen bereitet hatte. Doch es war wichtiger, dass seine Kinder beide Elternteile um sich haben. So quartierte er sich in dieser Ferienwohnung mit den Siebzigerjahre Möbeln ein, er nahm nur das nötigste mit seine größten Schätze, seine vielen Bücher, Geschichten von Helden, der Liebe und dem Sieg des Guten. Es war keine Traum Wohnung, jedoch war es der erste Schritt in ein neues Leben.

Die Einsamkeit in seinem Herzen marterte Ihn und die Sehnsucht nach menschlicher Nähe quälte Ihn, den Sie fehlte Ihm so sehr. Das spüren von warmer Haut unter seinen Berührungen, ein warmer Körper, der sich an seinen schmiegt, die sanfte Berührung eines Kusses. So begann er einen weiteren Schritt in Richtung Leben zu wagen und nahm wieder Kontakt zu Frauen auf. Die Nächte vergingen mit schreiben, interessanten Gesprächen und das aufkeimen von Hoffnung, dass sich alles normalisieren würde. Der Versuch einer Beziehung scheiterte nach ca. einem Monat, es lag weder an der Entfernung noch an dem Willen, etwas gutes daraus Entstehen lassen, doch musste er feststellen, dass es nicht einfach war. Er Vater von drei kleinen Kindern, noch verheiratet und mit seiner Exfrau in einem Haus wohnend. Welcher neue Partner wollte das schon? Die Tatsache mit den drei Kinder wog schwer, den viele der interessanten Frauen waren um die dreißig und Kinderlos, der Kinderwunsch und das Bedürfnis eine Familie zu gründen wog sehr schwer. Wie könnte er es Ihnen verdenken, es ist wundervoll Nachhause zu kommen und seine Familie zu begrüßen.

Doch wie kann er nach so kurzer Zeit einer Frau etwas in Aussicht stellen, welchem er sich nicht gewiss ist, dass er das jemals wieder in Betracht ziehen kann. So scheiterte diese Beziehung, wie noch viele nach ihr scheitern sollte und mit jedem scheitern sollte ein weiteres kleines Stück seines Herzens sterben, dessen war er sich nur noch nicht bewusst.

Er sah ein, dass er noch nicht bereit war für eine neue Beziehung, jedoch fehlte ihm Nähe nach wie vor, so fasste er den Entschluss gegen die Natur seines Wesens sich auf einer Swingerseite anzumelden. Er dachte es kann nichts Schaden etwas Spaß zu haben, keine Verpflichtung und doch Nähe, Zärtlichkeit usw. zu erfahren. Es lief sehr gut, es kristallisierte sich nach kurzer Zeit einige willige Damen heraus, die ersten zwei Dates waren ein Reinfall, die Damen waren verheiratet und selber als Opfer von Fremdgehen sagte er Ihnen Freundlich ab. Das schreiben auf der Seite änderte sein Weltbild drastisch, es waren so viele Frau, welche einen Seitensprung suchten, unglaublich. Letztendlich kam es zu einer zwei dauerhaften Affären und er begann seine Sexualität neu zu entdecken und lebte sich aus. Das ausleben nahm ein drastisches Ausmaß an, er begann sich Sprichwörtlich in den Burnout zu ficken.

Das ganze hielt ein paar Monate an, mehr unterwegs wie zuhause. Zuhause? Konnte man es so nennen diese alte Bude, mit den Möbeln die er hasste, die Nachtspeicher Öfen, welche im Winter die Wohnung gerade mal so warm brachten, dass er ohne Decke im Wohnzimmer sitzen konnte. Die Wohnung in der der Boiler kaputt war und er kein fließend warmes Wasser hatte und er ein Bad auf der gegenüberliegenden Seite seiner Wohnung hatte? Wer könnte es einem da verdenken, wenn man lieber in den Armen einer Frau einschläft in einem Warmen Bett, erschöpft, geduscht?

Gegen Mitte 2013 kam der Zusammenbruch beim Arbeiten, es kam alles zusammen, Stress auf der Arbeit, die ungesunde Lebensweise, die kleinen Streitereien mit seiner Exfrau, die Diagnose stand fest Burnout. Drei Wochen Krankgeschrieben, drei Wochen Zeit zum nachdenken, ein Schuss vor den Bug. Er nutzte diese Zeit um mit dem Jahre 2012 abzuschließen und schrieb das Vorgängerwerk. Es waren sehr Emotionale Tag, das schreiben zehrte an seinen Kräften und mehr wie wenige Zeilen konnte er pro Tag nicht niederschreiben. Denn das Jahr vor seinem geistigen Auge nochmals Revue passieren zu lassen, noch einmal den Weg durch die Hölle seines Lebens zu gehen und dieses mal jeden Moment bewusst noch mal zu erleben quälte ihn.

Salzige, heiße Tränen flossen in Strömen seine Wangen herunter, jedoch reinigte jede Zeile, die er niederschrieb, jede Träne die er vergoss, jeder Stumme Schrei den er in seiner Kehle erstickte, reinigte seine Seele ein wenig mehr. Die Nächte waren von Albträumen bestimmt, er wachte mitten in der Nacht nass geschwitzt und mit Tränen in den Augen auf.

Gegen Ende der drei Wochen, als er alles nieder geschrieben hatte, war er Seelisch am Ende, doch es fühlte sich gut an, es war friedlich in Ihm geworden, seit Monaten fühlte er sich gut, erschöpft aber gut. So nahm er sein Jahr 2012 entzündete es und Blickte in die Flammen die es gierig verschlangen und dieses Jahr mehr und mehr zu Asche verwandelten. Es tat gut zu sehen wie die Flammen es Stück für Stück an sich nahmen. Die Asche sammelte er, packte sie sorgfältig in eine Schachtel und begann den letzten Gang für das Jahr 2012……es war nun bereit zu Grabe getragen zu werden. Und so ging er ein letztes mal einen schweren Gang, ganz bewusst nahm er den Weg, der eins fast der Gang zu seinem Grab gewesen ist.

Und dort an diesem Ort, an diesem Baum an dem er einst selbst gesessen hatte bettete er sein Jahr 2012 zur letzten Ruhe.

Es fühlte sich gut an, diese Symbolische Zeremonie, er war frei, frei von den Bösen Geistern die Ihn so lange in seinem Griff gehabt haben, ein weiterer Schritt in ein Neues Leben war getan, jedoch war der Preis ein sehr hoher.

Gegen Ende 2013 stellte sich heraus, dass eine lieb gewonnen Freundin wohl mehr als Freundschaft für Ihn empfand und auch er merkt, dass da etwas war, dass da mehr war wie gern haben. Es tat Ihm gut, Sie tat Ihm gut, sie war sein Ruhepol, er verbracht sehr viel Zeit bei Ihr. Doch seine innere Unzufriedenheit war nie ganz ruhig und keimte immer und immer wieder auf, obwohl es keinen nennenswerten Grund gab. Er wusste, dass sie einen sehr starken Kinderwunsch in sich trug und auch das tat Ihm weh, den war sich nicht sicher, aber er Ihr diesen jemals erfüllen konnte. Es kam ein Wochenende wo sie gemeinsam auf seine Kinder aufpassten. Sie tollten mit den Kindern herum und hatten Spaß, die Kinder mochten Sie sehr sehr gerne. Nachdem er die Kinder ins Bett gebracht hatte, offenbarte sich ihm eine Szene die sich so unglaublich tief in sein inneres Auge brannte . Sie lag auf dem Sofa und weinte, auf sein Fragen was den los sei kam die typische Antwort „nichts alles gut“ nichts war gut und das wusste er. Auf Nachfragen stellte sich mit der Zeit heraus, dass Ihr bewusst wurde, dass sie mit Ihm vielleicht niemals eigene Kinder haben würde. Es zerfraß ihn innerlich, wie konnte er so egoistisch sein und jemand seinem größten Traum nehmen?

Er konnte es nicht mehr und beendete die Beziehung, es war keine Entscheidung des Herzens, sondern eine des Kopfes. Sie sollte sie Chance bekommen Ihre eigene kleine Familie zu haben und sich Ihren Traum zu erfüllen und wieder starb ein Teil seines Herzens.

Ihm wurde wieder einmal schmerzlich bewusst, dass es alles nicht einfach wurde oder werden würde. Drei Kinder seine Exfrau im Haus, nicht gerade eine Traum Ausgangslage für eine neues Leben oder? Sich weiter ausleben? Kam für Ihn nicht mehr in Betracht, da dass alles nicht besser machen würde. Er meldete sich zwar wieder auf der Seite an aber mit wenig Aktivität und trotzdem lernte er eine wundervolle und tolle Frau auf dieser Seite kennen, die er heute zu seinen besten Freunden zählt. Warum er sich nicht sie erwählt habt, fragt Ihr euch? 600km sind mit einem freien Wochenende im Monat nicht realisierbar. Jedoch ist sie zu einem der wichtigsten Menschen in seinem Leben geworden.

Dennoch der Wunsch nach Nähe, Harmonie, im Leben ankommen war zu stark um sich dem lange widersetzen zu können und so trieb es Ihn wieder zum Chatten, es folgten 3 weiter kurze Beziehungen. Am Anfang einer jeden Beziehung dachte er es wird alles gut, er legte immer 200 Prozent in die neue Beziehung, nur am Ende wieder erfahren zu müssen, dass seine Umstände untragbar sind für die Partner. Mit jedem mal wenn es beendet wurde, starb wieder ein kleines Stückchen seines Herzens. Und von mal zu mal stumpfte er emotional ein weiteres kleines emotionales Stückchen ab, erst schleichend ohne das er es bemerkt hätte. Doch von mal zu mal wurde es schwieriger jemand in sein Herz zu lassen.

Ende Oktober lernte er wieder eine Frau kennen, sie schrieben sehr lange und sehr viel, trafen sich und verbrachten schöne Abende zusammen und irgendwann war klar das da mehr war und bei Ihr war wirklich mehr da. Er hätte sehr sehr viel für diese Frau getan, obwohl sie ihn schlecht behandelt und in eine gefühllose Ecke dränge in der er nie sein wollte. Anfang Januar 2015 eskalierte die Situation und es ging zu Ende. Es traf Ihn schwer, wie ein Blitz in seinem Herzen, obwohl sie sich noch nicht lange kannten hatte es diese Frau wieder in sein Herz geschafft und dort verbrannte Erde zurück gelassen.

Und nun, wo steht er? Wieder am Anfang? Nicht mehr fähig jemand an sich ran zu lassen, aus Angst verletzt zu werden? Wofür braucht man ein Herz, wenn es heutzutage mit Füssen getreten wird.

Aber ja, Ihr habt recht, das Leben ist schön !!!! Nun ja, sollte es, denke ich.

Jetzt heben wir 2015 und wir werden sehen was das Leben bringt Freunde und wir werden sehen wohin uns unsere Wege führen.

14 Gedanken zu “Das Leben ist schön, oder etwa nicht?

  1. tyaara

    Wow… Die Geschichte über die ich zufällig gestolpert bin, hat mich tief berührt. Bekanntes Gefühl. Man hätte viel Liebe zu geben und man verlangt eigentlich nicht so viel. Oder doch? Eigene Umstände können für andere große Last werden, obwohl man alles dafür tut, dass sie diese nicht spüren. Neue Beziehung, neue Hoffnung, neuer Herzschmerz.
    Aber wie aufgeben? Nein. Weitermachen. Irgendwann werden sich die Puzzleteile schon zusammenfügen und das Glück kommt zu einem zurück.
    Ich wünsche es Dir!

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    1. Hallo Tyaara und herzlichen Dank für den Kommentar. Aufgeben war noch nie eine Option für mich. Und du hast recht, ich denke immer, alles im Leben hat seinen Sinn, ich muss es jetzt nicht verstehen aber irgendwann werde ich es.
      Und es geht mir ja nicht schlecht, dass schreiben ist eben das Ventil zum lüften der Seele. Die Vorgeschichte dazu ist hier ja auch vertreten.
      Freut mich, dass es dir gefallen hat und dich berührt.
      Ich wünsche dir auch alles gute 😊

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      1. tyaara

        Meine Worte 🙂 … Eigentlich haben wir nix zu meckern. Alles andere ist ja super bis ok, es fehlt halt diese Kleinigkeit zum Glück.
        Ich habe mittlerweile losgelassen. Ich kümmere mich um andere Bereiche meines Lebens, versuche das Leben zu genießen und denke mir immer „besser alleine und zufrieden, als unglücklich zu zweit“. Das hatte ich genug.
        Von Zeit zu Zeit kommt wieder das Tief und der Frust, aber so ist das Leben. Irgendwann wird es wohl klappen. Dann bin ich hoffentlich auch wieder Bereit, mein Herz zu öffnen.
        Bis dahin kann ich ja meinen Frust weiterhin genauso schreibend rauslassen, was immer wieder hilf, um die Gedanken wieder frei zu bekommen.

        Ich schaue mal ab und an bei Dir vorbei, um zu sehen, wie es sich entwickelt (wenn ich darf) 😉

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      2. Das ist eigentlich der dümmste Spruch der Welt, aber ich seh es genau so. Es gibt immer jemand dem geht es schlechter.
        Und ich sehendas wie du, ich lasse meinen Gedanken freien lauf auf das virtuelle Papier, denn es reinigt meine Seele und das tut gut.
        Natürlich, darfst du reinschauen, spikel bei dir ja auch rein. Kannst mich auch auf Twitter finden unter Harlekin802 falls du hast.

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      3. tyaara

        Das zeigt aber auch, dass du doch ein Optimist bist und das ist richtig so. Was wäre die Option? Die Kleinigkeiten im Leben können große Bedeutung haben, wenn man die erkennt und sich daran erfreuen kann.

        Danke fürs Angebot. Dem Twitter könnte ich mich bis jetzt erziehen. Ich werde Dir hier folgen. 🙂

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      4. Habe ich 2012 erkannt da wurde aus schwarz-weiss denken Graustufendenken. Wird Vom Rande des Wahnsinns bis zum Ende des lebens beschrieben😊, danke das freut mich. Ich muss twitter danken, durch Twitter bin ich hierrauf aufmerksam geworden und hab mich entschlossen, meine Gedanken und Storys zu bloggen.

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      5. tyaara

        Hier kannst Du dich ja auch richtig austoben. Mit ein wenig mehr Text :).
        Ich in frisch vom blog.de hierher gezogen. Dort hab ich 5 Jahre meinen Gedanken freien Lauf gelassen. Jetzt mach ich halt hier weiter, weil blog.de schließt. Werde mich wohl schon zurecht finden und das Chaos ordnen (dort konnte man Beiträge öffentlich oder für Freunde schreiben, hier ist es anders und irgendwie kam so einiges durcheinander)
        Das war off-Topic. Sorry… Wir lesen uns. Deine Art zu schreiben gefällt mir!

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      6. Na dann, hast ja noch richtig viel zu tun mit ordnen😊, hab mal bissi reingeschnuppert bei dir, wenn ich mal Zeit hab führe ich es mir in Ruhe zur Gemüte. Danke für die Blumen, da werd ich gleich rot😊😊 und ja werde mich definitiv austoben und wahrscheinlich auch net immer jugendfrei😆

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      7. tyaara

        Mach das … Hab die letzte Geschichte auch schon gelesen. Top. Um nicht das Wort „geil“ zu benutzen 😉 … Das Leben ist nicht nur jugendfrei und das ist gut so 😀

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      8. Freut mich, wenn sie dir gefallen hat und deinen Kopf angeregt😉. Ja, dass leben ist net jugendfrei, sonst wäre es sehr langweilig. Bin mir nur noch nicht soo sicher wie sehr man hier ins Detail und bestimmte schmutzige wörter benutzen kann, obwohl es auch welche gibt die würd ich nicht benutzen.

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      9. tyaara

        Nun ja – deutsche Sprache ist sehr vielfälltig und man kann ja mit „schwächeren“ Wörtern, gleich starke Wirkung erziehen. Vielleicht noch besser.
        Jedenfalls mache einfach weiter und folge deinen Gefühlen, dann wird es auch richtig sein 🙂

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      10. Ich umschreibe lieber, macht für mich mehr Reiz und in deutsch war ich immer schlecht😆 und nächtlich mach ich do weiter wie ich es eben mache, dass bin ich😊

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