Swinger-Community, der Frust mit der Lust

Madame und ich sind nun seid dem 15.08.21015 mit einem Paarprofil in einer der größten Community für Swinger angemeldet. Wir haben unsere Gesichter in einem verschlüsselten Album, genau wie ein paar delikatere Fotos die nicht für alle Augen bestimmt sind. Wir sind mit dem Gedanken an die Sache ran gegangen, nette Menschen kennen zu lernen, gute Gespräche zu führen. Mit denen man bei der passenden Sympathie, ein paar schöne Stunden zu viert verbringen kann, wobei wir nicht grundsätzlich von einer schnellen Nummer ausgehen.

Es ist faszinierend, wie viele „likes“ man bekommt von anderen Menschen, wie viele „Komplimente“ für die paar öffentlichen Bilder, welche wir eingestellt haben. Auf der anderen Seite ist es wieder für unsere Verhältnisse krass zu sehen, wie viele Anfragen kommen ohne eine „hallo“ oder überhaupt ein paar Zeilen, die um die Öffnung unseren Privaten Alben betteln. Die Neugier, nach fremder nackter Haut ist unglaublich.

Meist sind es Menschen, deren Profile mit Erotik nichts am Hut haben, wenn man auf deren Profil Blickt ist es meist so, dass einem direkt ein erigierter Schwanz oder ein gespreizte Muschi ins Gesicht springt. Natürlich es ist eine Erotik-Community, aber entweder haben wir das was falsch verstanden oder sind zu altmodisch mit unseren 35 Jahren., aber bei uns fängt Erotik und Sex im Kopf an und nicht beim ersten Bild, dass man sieht ohne jemals ein Wort gewechselt zu haben.

Ich muss immer lachen, wenn mir so etwas ins Auge springt und an folgendes denken:

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer hat den größten Schwanz im Land“

Ich will es nicht abstreiten, dass es auch Bilder gibt die einen erregen und einen gewissen Reiz und Lust erzeugen, jedoch ist das am wenigsten ein Bilder mit allen Einblicken.

Die ominösen „Likes“. Wir beide liken aus Prinzip nur Profile, wo wir beide sagen, diese Menschen finden wir interessant und möchten wir kennen lernen, Aber so handhaben es wohl die wenigsten, werden wir „geliked“ und entscheiden uns dazu das selbe zu tun, schreiben wir die Paare auch direkt unverbindlich an. Das Witzige ist, dass man meist keine bzw. sehr oft eine freundliche Absage bekommt. Kommt man dann doch ins Gespräch ist es dort auch sehr oft der gleiche verlauf, es werden 5-15 Nachrichten getauscht irgendwann kommt dann der berühmte Satz „Ihr seid sehr Symphatisch, sollen wir uns treffen?“ Ähm, NEIN…natürlich, kann direkt eine Gewisse Grundsympathie da sein, aber nach eine, so Oberflächlichen Kontakt, investieren wir sicherlich nicht unsere wertvolle Zeit, die bedingt durch drei Kinder nun mal sehr kostbar ist in eine Sache die derart surreal ist. Es kristallisiert sich meist sehr schnell raus, ist man nicht gewillt sich direkt zu treffen oder ist man nicht direkt parat, weil man eben Vorlaufzeit benötigt, landet man direkt auf dem virtuellen Abstellgleis, von der geheuchelten Sympathie ist keine Spur mehr zu entdecken.

Vielleicht denken wir da auch wieder total verquer, aber wenn ich das schnelle Abenteuer suche, dann gehe ich in einen Club, da brauche ich nicht lange zu „buhlen“ sondern wenn es passt dann passt es und alle gehen zufrieden nach Hause. Aber wie gesagt, dass ist unser denken, es gibt bestimmt genug Leute, die auch auf so etwas stehen.

Hat man es dann wirklich geschafft und wechselt nicht nur ein paar Höflichkeitsfloskeln, sondern beginnt wirklich eine gutes Gespräch kommen die tollsten Sachen zustande:

wollt Ihr nicht ein paar Bilder für uns machen (nein keine vom Gesicht)“

Eure Sie und unser Er und unsere Sie und Euer er können sich doch heiß machen“

unsere Mädels können sich doch vergnügen und wir Männer schauen zu“

Es ist ja Ok, dass man sich über Vorlieben und was man gerne mal machen würde und Phantasien unterhält. Aber warum muss man sich heiß machen virtuell? Wenn noch nicht einmal ein erstes Treffen im Raum steht. Es spricht nichts dagegen, dass man zusammen Phantasien auslebt, aber wir möchten die Menschen mit denen wir das machen auch Live und in Farbe gesehen haben, denn letztendlich entscheidet doch ein reales Treffen darüber ob man sich tatsächlich mehr vorstellen kann oder nicht. Und was das Ende vom Lied? Steigt man nicht drauf ein, bekommt das virtuelle Abstellgleis wieder einen Waggon mehr.

Es ist wirklich schwer gute Kontakte unter dem ganzen Bodensatz der Möchtegern Erotik zu finden, mit denen sich unterhalten, Spaß haben, sich tolle erotische Erlebnisse und sich auch eine dauerhafte Freundschaft vorstellen kann.Unter den vielen sehr schlechten, bis schlechten Kontakten, darf es jedoch nicht unerwähnt bleiben, dass wir genau diese Menschen gefunden haben.

Die Ebene war sehr schnell eine sehr gute, wir haben viele und wundervolle Unterhaltungen geführt, fernab der Erotik, einfach gute normale Gespräche. Wir haben uns kürzlich mit diesem Paar getroffen und haben einen wundervollen Abend verbracht, tiefgehende Gespräche geführt, gut gegessen und einfach einen in sich runden und tollen Abend verbracht. Dafür möchten wir uns bei Euch nochmal herzlich bedanken.

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6 Gedanken zu “Swinger-Community, der Frust mit der Lust

  1. Sehr gut geschrieben. Aber ist es nicht immer so: man will sich nett unterhalten, sucht nette Menschen mit denen man sich austauschen kann, findet aber meist nur Menschen die was schnelles wolleb: schwupps… Abstellgleis.
    Geht man nicht auf das Abenteuer ein, wird man uninteressant.
    Man muss sich wohl durch die Community durch klicken, um wen zu finden … mit denen man sich austauschen kann. Eventuell sich irgendwann mal treffen kann.
    Ich wünsche euch trotzdem gute Erfahrungen in der Community 🙂

    Gefällt 1 Person

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