In der Hölle ist der Himmel los Kapitel 1.1

Gott….war tot.

Die Erde versank im Chaos, die vier Reiter der Apokalypse waren kurz nach Gottes Tod, auf ihren feurigen Rössern durch die Tore der Hölle geritten und überzogen seither die Welt mit Hungersnöten Seuchen in Form von totgeglaubten Krankheiten, Krieg und Tod. Die armen Länder traf es als erstes, Bürgerkriege brachen unter den Menschen aus, der Kampf um Nahrung, Medikamente, sauberes Wasser oder einfach nur die Flucht vor dem sicheren Tod. Der Tod hatte in dieser Zeit viele Seelen zu ernten, die Schuldigen sowie die Unschuldigen vielen zu Millionen seiner Sense zum Opfer. Wie ein Bauer auf einem im voller Blüte stehenden Weizenfeld erntete er Ähre um Ähre und Seele um Seele.

Ein beständiger Fluss an Seelen klopfte an die Himmelspforte und an die Tore der Hölle, zu viele, dass alle den sofortigen Einlas erwarten konnten, die Plätze vor den Toren füllten sich mit den hilflosen Seelen welche die Reiter forderten. Für manche war es ein Fluch, jene die auf den Einlass zum Paradies warteten. Für andere war es ein Segen, wenige Tage mehr, ohne die Qualen der Hölle zu überstehen, welche sie erwarteten.

Zwischen den Mächten des Himmels und der Hölle entbrannte ein verbitterter Kampf, die Legionen des Himmels blind vor Zorn über den Tod ihres geliebten Vaters, stiegen sie aus dem Himmel und machten Jagt auf jede Ausgeburt der Hölle die sie finden konnten, die Fürsten der Hölle wiederum witterten ihre Chance, ihren Feinden den Garaus zu machen und ihre Vormachtstellung zu festigen. Der Kriegsschauplatz war die die Erde, dass empfindliche Gleichgewicht zwischen Himmel und Hölle, zwischen Gut und Böse drohte aus den Fugen zu geraten und in Mitten, des ganzen Chaos war Er.

Er tauchte in der Ecke des schmierigen Hotelzimmers auf, der Boden und die Tapete waren übersät mit Flecken, beleuchtet wurde der Raum nur durch eine kleine Nachttischlampe welche matt glomm. Er war völlig in Schatten gehüllt und verursachte nicht das kleinste Geräusch. Es wäre auch egal gewesen, dass Stöhnen der jungen rothaarigen Dame, mit dem Lederkorsette, welche einen Mann mittleren Alters gerade ritt, als gäbe es kein Morgen mehr, hätte eh alles übertönt. Das billige Bett, mit dem ebenso billigen Rost protestierte lautstark, außer einem Nachttisch gab es keinerlei Inventar. Sie war schön anzusehen, für das menschliche Auge, er jedoch sah was sich unter der Oberfläche abspielte. Das Gesicht eine Fratze aus verbrannter narbiger Haut, kleine spitze dolchartige Zähne mit der sie mit Leichtigkeit Fleisch und Sehen vom Knochen reißen konnte, ragten aus ihren aufgesprungenen Lippen. Die vor Vorfreude auf das Mahl leuchtenden gelben Augen, waren starr auf ihr Opfer gerichtet und auf den leuchtend blauen Nebel, welcher von ihm zu ihr wanderte und immer stärker wurde je mehr die arme Seele in Ekstase geriet. Als der armselige Mensch zum Höhepunkt kam, verschlang die Succubus gierig seine Lebensenergie, das Leuchten seiner Augen verblasste, die Haut wurde welk und spröde, als sie jeden Funken Leben aus ihm heraus saugte. Der einzige kleiner Trost, er starb einen den Tod den sich jeder Mann wünscht.

Er trat aus dem Schatten der ihn verhüllte „Anastasia…ungezogene Anastasia, was habe ich über das Vernaschen von reinen Seelen gesagt?“ sagte er grinsend mit einem gefährlichen Unterton in der Stimme. Sie erkannte die Stimme sofort, sie schnitt in ihren Geist wie ein heißes Messer in warme Butter. Sie dreht sich blitzschnell mit weit aufgerissenen Augen zu ihm um und blickte ihn an.

Er sah aus wie ein Mensch Mitte Dreißig, dünn und eher durchschnittlich von der Größe. Er war in Jeanshose, ein schlichtes schwarzes Hemd und bequeme Turnschuhe gekleidet. Das Gesicht wirkte hager und ausgemergelt, die halblangen Haare hingen ihm teilweise ins Gesicht. Die dünnen Lippen formten ein kaltes und grausames Lächeln, als er sie aus den dunklen Augen anblickte. Er sah aus wie ein unauffälliger, durchschnittlicher Mensch der einen Faible für den Crunch look hatte, doch sie wusste es besser und begann, mit vor Angst stolpernder Stimme zu sprechen….

…..Meister, er sagte ihr habt uns verlassen.

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