Swingerclub die Erste

Es stand schon seit einem Monat fest, Madame und ich wollten uns zum ersten Mal in einen Swingerclub wagen. Die Woche vor dem Termin war schon aufregend – was zieht man an?

Diese Frage beschäftigte uns sehr lange und wir stöberten Abends in online Shops, Portalen und fragten Bekannte, die bereits Erfahrung damit gemacht haben. Nach langem hin und her hatten wir unser Outfit gefunden. Madame ein Kleidchen, welches sehr viel Haut zeigte, aber eben nicht alles. Einen String und Strapse, sah wirklich sehr sehr heiß aus. Ich entschied mich für ein Hemd und eine schwarze knappe Short. Soweit, so gut aber irgendwas hatten wir vergessen…..verdammt was für Schuhe????

Und schon ging die Suche aufs neue los, für Frauen war die Auswahl ja recht groß, aber als Mann…verdammt Badelatschen, Stiefel oder Flip Flops. Badelatschen ihhh gittiii gatt, Stiefel? Neee Schweißfuß Party oder wie? Also Flip Flops. Für Madame fanden wir schnell ein paar schwarze Pumps die das Outfit perfekt unterstrichen, so jetzt war Operation Flip Flops angesagt. Wir suchten die halbe Stadt nach so scheiß Dingern ab, welcher Beknackte kauft auch ende September noch so was….verdammt. In einem Laden bekamen wir noch ein Paar, waren sogar um 50% reduziert. Sie waren schwarz, was Perfekt war und Homer Simpson auf der Unterseite machten sie echt stylisch, die Verkäuferin wünschte uns noch viel Spaß im Urlaub. Sie hatte ja keine Ahnung *lach*

Beginn der Veranstaltung war um 20:00 Uhr, wir waren um ca. 15 Minuten vorher am Club und eine riesige Schlange an Wartenden nahm uns bereits in Empfang. Wir meldeten uns am Eingang an, dass Personal war wirklich sehr freundlich und bot uns direkt eine Führung durch den Club an nachdem wir uns umgezogen hatten.

Die Umkleide war eigentlich nur ein Raum vollgestopft mit Spinden, beim umziehen kamen wir direkt mit einem sehr netten Paar ins Gespräch. Alle waren sehr freundlich und offen, was uns auf Anhieb zusagte und uns direkt ein Teil des mulmigen Gefühls nahm. Wir machten eine kurze Führung durch den Club, der uns angenehm erschien. Kleine Separees abschließbar oder auch nicht, eine separate Paarwiese wo keine Solos erlaubt waren, aber es genügend Gucklöcher gab, damit jeder dem fröhlichen Treiben beiwohnen konnte. Eine großes Spiegelzimmer mit riesiger Wiese, Whirlpool und jeder Menge Bereiche zum Duschen. Der Keller in dem der BDSM Bereich war hat uns besonders gefallen, es war in einem Kellergewölbe mit allen Arten von Befestigungsmöglichkeiten für den Sklaven, Liebesschaukel, Andreaskreuz und sogar einen kleinen Deckenkran.

Nach der kleinen Führung machten wir uns erst mal auf an die Bar um die Eindrücke auf uns wirken zu lassen und uns Mut anzutrinken. Die Sorge, dass wir falsch angezogen oder körperlich nicht attraktiv genug waren zerschlugen sich recht schnell, als der Club sich füllte. Wir beobachteten das Treiben von der Bar aus, die Blicke und das gegenseitige abchecken der Clubbesucher. Es hatte etwas von Jägern die sich Ihre Beute aussuchten und auf den geeigneten Moment warteten um zu zuschlagen. Wir gingen ab und an mal eine kleine Runde um zu sehen, ob auf den Spielwiesen schon was passierte. Vereinzelt konnte man immer wieder mal ein Paar sehen, dass sich mit sich vergnügte. Dadurch, dass der Bereich sehr dunkel war konnte man keine Details erkennen, sondern nur hin und wieder das ein oder anderen Stöhnen, das Klatschen von Haut auf Haut. Komischerweise, erregte uns das sehen, das hören, die von Sex geschwängerte Atmosphäre nicht im geringsten.

Es war nicht so, dass nicht der ein oder andere Leckerbissen unter den Besuchern zu finden war, für uns beide. Aber die Einflüsse, dass eintauchen in diese fremde Welt haben uns sehr stark gehemmt.

Ungewohnt und auch sehr schwierig für uns, waren die Solo Männer, auch wenn der Club eine Quote hat, jedoch tatschen die Solos die Frauen einfach an und na ja

„was meins ist, ist meins ich hab sie geleckt“

wir waren es einfach mit klaren Absprachen gewohnt, dann ist das alles auch kein Problem. Aber dieses ungefragte Betatsche war für uns sehr schwierig bis uns jemand vom Personal, den wir öfters getroffen haben und auch gute Gespräche geführt haben erklärte, dass es einfach die Art der Kontaktaufnahme in so einem Club ist. Sage ja, eine fremde Welt, an die man sich erst mal gewöhnen muss.

Wir haben es dann auch mal gewagt, auf eine der vielen Matten zu gehen, es war ein kleines Separee, welches nicht verschließbar war. Es war ein komisches Gefühl, als wir zugange waren und immer wieder diese fremden Blicke auf sich zu spüren, ein Solo Herr hat auch sein Glück versucht und Madame anzufassen, welchen Sie auch dann gleich von sich wies. Wir haben es dann aus Reizüberflutung und wegen des ungewohnten abgebrochen, nach dem die Lust schlagartig in den Keller ging.

Wir machten uns wieder auf den Weg an die Bar und hatten beide den gleichen Film im Kopf laufen, ist das was für uns? Sollen wir wieder gehen? Ist das unsere Welt?. Wir beobachteten weiter das Treiben, das Ambiente fanden wir Grundsätzlich wirklich toll und angenehm. Plötzlich tauchte das Paar aus der Umkleide auf und wir unterhielten uns sehr viel mit ihnen, sie waren beide sehr ansehnlich und wären mit Sicherheit eine Sünde wert. Wir drehten hin und wieder eine Runde und die Paare waren gegen späterer Stunde wurde das Treiben auch mehr. Jedoch war es nicht so, wie wir uns das vorstellten, dass es ein wildes durcheinander gab, eher Paar für Paar. Uns wurde auf einer unsere Runden auch gesagt, das wir uns einen schlechten Abend erwischten und wenige Leute da waren. Das Paar verfolgte uns auf Schritt und Tritt und signalisierte eindeutig, dass sie uns gerne vernaschen würden.

Jedoch war das an diesem Abend wohl zu viel für uns, wir zogen uns eine Stunde zurück und sprachen intensiv über unsere Eindrücke, Ansichten über den gesamten Besuch. Es war schon wirklich spät, als uns doch wieder die Lust packte und wir uns erneut in ein Separee zurückzogen. Dieses mal war es eines, was komplett verschlossen werden konnte. Dieses mal störten uns die Zuschauer nicht, den diese Respektierten die Grenze, der zwar offen Tür, aber keine Hand wanderte in den Innenraum, als ich Madame leckte und fingerte, das Stöhnen des bereits sehr leeren Clubs zog die Leute an wie das Licht die Motten. Und irgendwie machte es uns geil, dieses „Tja nur gucken, wie wir Spaß haben“. Über uns war auch ein Paar zugange und dieses mal, machte uns auch die Geräuschkulisse an. Sie schloss die Tür und wir vögelten uns zum Orgasmus, kuschelten noch eine weile, bevor wir dann um 3 Uhr morgens den Heimweg antraten.

Das Fazit dieses Abends war, dass es eine tolle Erfahrung für uns war. Diese neue, fremde Welt stark auf uns gewirkt hatte, durch den Umgang den wir miteinander haben, dass viele Reden im und nach dem Club und die Gespräche mit den anderen Besucher, jedoch das Erlebnis des Abends sehr gut war.

Auch, dass wir es alles nur für uns ohne andere gemacht haben, auch wenn das andere Paar wohl etwas enttäuscht gewesen zu sein schien, war für uns die richtige Entscheidung. Die richtige Entscheidung es auf uns wirken zu lassen, nichts zu überstürzen und die Grenzen für uns Step by Step zu erweitern.

Es war der erste Besuch, wird aber definitiv nicht der letzte gewesen sein. Und auch das Paar hat schon Interesse angemeldet uns gerne wieder zu sehen und darauf freuen wir uns schon.

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2 Gedanken zu “Swingerclub die Erste

  1. Das klingt ja wirklich spannend und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es erstmal unheimlich viele Eindrücke sind, die da auf einen herniederprasseln. Nichts desto trotz möchte ich auch mal in einen Swinger-Club – gibt es da nicht auch Paaarabende, an denen gar keine Solo-Herren erlaubt sind?

    Lieben Gruß, LirumLara

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    1. Hallo Lara, die Abende gibt es auch. Leider ist unser Club weiter entfernt (300km) und wir gehen halt hin wenn wir inder gegend sind. Es gibt aber auch Paarwiesen, wo keine Solo Herren Zugang haben. Was an dem Club toll war die haben eine Solobegrenzung pro 5 Paare 1 solo Herr.

      Lieben Gruß, Harlekin

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