In der Hölle ist der Himmel los Kapitel 1.2

Verlassen……

Er lächelt kalt und seine Augen funkelten bedrohlich. „Das habe ich, jedoch sollte Euch der Grund wohl bekannte sein, liebste Anastasia“,sagte er zuckersüß und tödlich. Sie blickte ihn an wie die Maus die in die Ecke gedrängt war und darauf wartete, dass die Katze das Spiel beendete. Seine Körperhaltung verriet keinerlei Anspannung, sie hatte etwas von einem gemütlichen Kaffeeklatsch am Sonntagmittag.

„Er sagte, Ihr seid wahnsinnig geworden nach Gottes Tod und hättet Euch von allem und jedem abgewandt, wir hatten keine andere Wahl als ihm zu glauben, er war schließlich Eure rechte Hand“, versuchte der Succubus mit einem Zittern in der Stimme zu erklären. Sie hatte kaum ausgesprochen, als eine Hand sich um ihre Kehle legte und sie vom Boden hob. Sie blickt ihm direkt in die Augen, welche zu einem Strudel aus Finsternis und Licht geworden waren, die alles verschlingen wollen was sie anblicken. Die Berührung seiner Haut durchflutete ihren Körper und ihren Geist mit dem Gefühl der Verzweiflung. Eine eisige Kälte machte sich in ihr breit und das Gefühl des sicheren und endgültigen Todes, griff mit kalten Klauen nach ihrem Verstand.

Sie wand, zappelte und versuchte sich aus dem Griff zu befreien, doch es gab kein Entkommen. „Wahnsinn? Soll das etwa Wahnsinn sein?“, zischte er durch die zusammen gepressten Zähne. „Nein…nein“, röchelte sie. „Das ist Wahnsinn!“, sagte er und schleuderte sie mit einer Handbewegung auf das Bett, das knackend unter dem Einschlag zerbrach. Ein Dolch nahm in seiner Hand Gestalt an, während sie sich aus den Trümmern wühlte, ein Dolch aus Kristall mit einer flüssigkeitsgefüllten Röhre in der Mitte. Von der Flüssigkeit fehlte jedoch ein guter Teil. Bei dem Blick auf den Dolch weiteten sich ihre Pupillen und der letzte Rest ihrer Fassung ging verloren. Sie setzte sich zittern auf die Trümmer und Blickte ihm in die jetzt leicht rot leuchtenden Augen. Ein kleines Rinnsal von Blut lief ihr an der Schläfe hinab und tropfte auf ihr Dekolleté.

„Du kennst diesen Dolch? Woher? Sag mir, was du weißt Anastasia“, sagte er so sanft wie ein Vater, welcher noch nicht genau weiß, wie er das unartige Kind bestrafen sollte, aber gerade am Höhepunkt seiner Wut angekommen war. Er ging zu ihr, setzte sich neben Sie, nahm ihren Kopf in seine Hand und zwang sie in anzuschauen. „Er sagte, Gott wurde mit einem speziellen Gift getötet, was selten ist und schwer herzustellen. Der Dolch selbst kann nur aus der Schmiede der Hölle entstanden sein. Er sagte nur Ihr wart in der Lage das alles zu tun – es zu planen.“, erzählte sie leise und blickte ihm ständig in die vor Hass brodelnden Augen. „Euer Hass und die Schmähung eurer Brüder haben Euch in den Wahnsinn getrieben, deshalb habt Ihr Euren Vater getötet, den Krieg gegen eure Brüder begonnen, die Apokalypse über die Erde gebracht und uns alle zum Untergang verdammt“, sagte sie leise.

„Danke“, sagte er sanft mit einer Spur des Bedauerns in der Stimme“. Du hast mir immer gute Dienste geleistet“. Ihr Augen weiteten sich plötzlich, als eine Klinge sich durch ihr Herz bohrte und bis zum letzten Tropfen begierig ihre Lebenskraft ins sich aufnahm, und das Funkeln in ihren Augen erlosch.

Er hatte den Kristalldolch wieder verschwinden lassen und gegen seinen eigenen unbemerkt von ihr getauscht. „Der Seelentrinker“ war ein treuer Begleiter seid langer, langer Zeit und einmal mehr hatte er das Gefühl, dass er dessen besondere Gaben mehr als benötigen würde. Er legte den toten Körper behutsam auf das zerbrochene Bett, schloss ihr die Augen und küsste sie sanft auf die Stirn. „Bis bald meine Liebe“, flüsterte er der Toten zu. Eine Träne ran über seine Wange, als er sich neben sie setzte und einen Brief aus seiner Hosentasche nahm, ihn behutsam auseinander faltete und begann zu lesen.

Luzifer, mein geliebter Sohn…..

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3 Gedanken zu “In der Hölle ist der Himmel los Kapitel 1.2

  1. Nun denn, mein Freund aus den fernen germanischen Gefilden … was soll ich sagen, wie meine Gedanken formschön formulieren und wie um Himmels Willen schaffen es Deine Texte mich so zu faszinieren? Sie tun es. Punktum. Die Thematik? Dein Denken? Diese speziellen Zeilen zwischen den Zeilen? Was immer es auch ist … schreib weiter! Es ist eine Gabe. Deine Gabe…

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