In der Hölle ist der Himmel los Kapitel 6

Luzifer blickte dem alten Mann entgegen, graues Haar zierte seinen Kopf, er trug einen dunklen Anzug und schwarze Schuhe. Der Gehstock auf den er sich stützte, endete in einem stilisierten Knauf, der einen Totenkopf darstellte. Das Gesicht des Mannes war von Falten durchzogen und wirkte trotzdem freundlich, dass einzige was einem sofort ins Auge viel, waren die stechend grünen Augen. Die Augen ruhten die ganze Zeit auf Luzifer, solange der Tod auf ihn zu kam. Luzifer fröstelte es, eine Woge der Kälte durchfuhr ihn. Der Tod strahlte die pure Macht aus, eine Macht die älter war als die Zeit, eine Macht, die etwas Endgültiges hatte. Eine Macht die Angst in Luzifer hervorrief. Der Tod blieb vor Luzifer stehen und blickte ihn an, dann begann er zu sprechen.
„Ich grüße dich Höllenfürst, mein Diener teilte mir mit, du möchtest mich sprechen, ich nehme an, es ist wichtig“ die grünen Augen durchbohrten Luzifer förmlich und er war unfähig zu sprechen, also nickte er nur stumm. Der Tod musterte ihn und ein Lächeln stahl sich auf sein Gesicht „nicht so schüchtern junger Luzifer, sprich frei“, sagte der Tod mit einem fröhlichen Unterton in der Stimme. Jung, das war es, gegen ihn fühlte sich Luzifer, wie ein kleines Kind das vor seinem Großvater stand um ihm wichtige Fragen zu stellen und nicht recht den Mut fassen konnte. Der Tod blickte ihn an, winkte mit der Hand und sagte „ach, wo hab ich nur meinen Kopf, dieser Ort ist wohl nicht der richtige Ort für ein angenehmes Gespräch“. Er machte erneut eine Geste und die Gasse war verschwunden.
Luzifer verlor die Orientierung, eben stand er noch mit diesem mächtigen Wesen in der Dunklen, in der Gasse, die von Blut und toten Engeln übersäten war. Plötzlich stand er inmitten eines gemütlichen Wohnzimmers, ein Feuer brannte im Kamin, zwei Tassen Tee standen auf einem kleinen Beistelltisch flankiert von 2 gemütlichen Ohrensessel. „Setz dich, die letzten Wochen und Monate waren sicher anstrengend und etwas Ruhe, wird dir sicher guttun“, sagte der Tod, der sich bereits in einen der Sessel gesetzt hatte und Luzifer amüsiert beobachtete. Er ließ sich in den bequemen Sessel fallen und blickte sich weiter um. Alles war aus grobem Holz gefertigt, es sah aus wie eine Blockhütte, sie war alt, wie die Verfärbungen des Holzes zeigten. Im ganzen Raum waren kleine Andenken an die verschiedensten Orte der Welt verstreut, ein kleiner Eiffelturm hier, die Freiheitsstatue dort und vieles mehr. Das Feuer gab eine wohlige Wärme in den Raum ab und das Knacken des Holzes wirkte sich beruhigend auf das Gemüt des Höllenfürsten aus. Der Tod räusperte sich und Luzifer zuckte zusammen. „Entschuldige, ich war etwas abgelenkt von diesem Ort“, sagte er. „Nicht, wie man sich das Zuhause des Todes vorstellt junger Freund.“ Sagte der Tod fröhlich. Bevor Luzifer etwas erwidern konnte, fuhr der Tod fort „Nun zu deinem Anliegen, was ist so wichtig, dass du mich gerufen hast?“, seine Augen bohrten sich in ausgemergelte Gestalt des gefallenen Engels.
Luzifer nahmen den Dolch mit der Flüssigkeit langsam und vorsichtig aus dem Mantel und gab ihn dem Tod „ich muss wissen, woher diese Waffe kommt und was es, damit auf sich hat“, sagte er und blickte seinen gegenüber direkt an. Die Miene des Todes veränderte sich unmerklich, jedoch erkannte Luzifer, dass dieser angespannt und nachdenklich wurde. „Hm, das ist eine sehr mächtige Waffe und in der Tat, kann ich Wissen dazu beisteuern, mein junger Freund. Ich bin davon ausgegangen, dass du es warst, der Gott umgebracht hat. Doch ich scheine mich zu irren und ich hab das Gefühl, dass da mehr an dir und Gott ist wie alle Glauben. Teile deine Geschichte mit mir und ich teile mein Wissen in Bezug auf die Klinge mit dir. Haben wir einen Deal?“ Fragte der Tod und lächelte wölfisch dabei.
Luzifer seufzte schwer und dann begann er zu erzählen.

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