Dream (Lyric)

Hear you screaming,
watch you bleed,
thats all i never need.

Hear you laughing,
watch your smile,
keep you in my arms
just for a while.

I Close my eyes,
and think of you,
maybe a dream will come true.

Werbeanzeigen

I wanna (Lyrik)

I wanna touch your mind,
I wanna touch your soul,
I wanna touch your heart,
I wanna touch you all over.

I wanna hold your heart,
I wanna save your soul,
I wanna make you mine,
I wanna never let you go.

I wanna kiss your skin,
I wanna kiss your Lips,
I wanna feel your heat,
I wanna feel the beat of your heart.

I wanna hold you tight,
all day and all night.
Show you how wunderfull you are,
with mind, body and scars.

In der Hölle ist der Himmel los: Kapitel 8

Luzifer und der Tod wischten sich die Tränen aus dem Gesicht. Der Tod blickte den Teufel an „das ist wirklich eine sehr ergreifende Geschichte“ wisperte er. „Jetzt kennst du meine Geschichte, die Geschichte des Teufels“, erwiderte Luzifer mit trauriger Stimme „die Geschichte des gefallenen Engels, oder sollte ich sagen, die Geschichte des Engels der sich fallen ließ“, er seufzte. „Du musst wissen junger Freund, es gibt weniges auf dieser Welt was mir entgeht, dass jedoch ist wahrlich das am besten gehütete Geheimnis, dieses Planeten“, sagte der Tod und Anerkennung lag in seinen Worten.

Der Tod stand von seinem Sessel auf und ging zum Kamin. Luzifer blickte ihm nach, als er den Schürhaken aus dem Ständer nahm und beginnt in der Glut herum zu stochern. Als der Tod den Schürhaken fasst, spannte er sich fast unmerklich an und seine Sinne gingen sofort auf Verteidigung für einen kleinen Moment, er konnte nicht sagen warum. Wahrscheinlich einfach die Anspannung der letzten Zeit und natürlich auch die Präsenz eines so mächtigen Wesens. Ein Wesen, dass er sich kälter und härter vorgestellt hätte aufgrund seiner Natur und doch hatte diese Macht durchblicken lassen, dass er zu Emotionen fähig ist.

Luzifer wurde aus seinen Gedanken gerissen, als der Tod plötzlich begann zu sprechen, „Ich kenne diese Waffe in der Tat gefallener Engel“, sagte er. Luzifer sprang auf „woher, sagt es mir?“sagte er aufgeregt und Zorn flammte in seinem Innersten auf. Der Tod drehte sich ruckartig zu ihm um, vom Alter war nichts mehr zu sehen bei dieser geschmeidigen Bewegung und seine Augen leuchteten in einem intensiven Smaragdgrün. „Nicht in diesem Ton Fürst der Hölle“, zischte der Tod und funkelte ihn an. Die Augen von Luzifer nahmen eine karmesinrote Färbung an und seine Hände ballten sich zu Fäusten, er musste sich schwer zusammen reißen um nicht die Beherrschung zu verlieren. Der Tod blickte ihn an wie ein Vater, der sein aufmüpfiges Kind tadeln wollte „diese Waffe, ist eine von meinen“, sagte er nun fast entschuldigend. Das war zu viel, Luzifers Blut begann zu kochen und die Wut machte ihn blind gegenüber jeglicher Gefahr. Mit einen Knurren, dass einem sterbenden Tier ähnelte, machte er einen Satz auf dieses mächtige  Wesen zu.

Der Tod bewegte kaum merklich seine Hand, Luzifer blieb urplötzlich in der Luft hängen, um einen Wimpernschlag später mit einer unglaublichen Wucht gegen die Wand geschleudert zu werden. Anstatt auf den Boden zu fallen verharrte er unfähig sich zu bewegen an der Wand. Eine woge des puren Hasses schlug dem Tod entgegen, als er langsam auf Luzifer zuging. Unfähig sich zu bewegen oder zu sprechen blickt Luzifer den Tod an. Die Angst begann ihn zu übermannen, die Angst zu weit gegangen zu sein, die Angst vor seinem tot.

Der Tod blieb ein paar Schritte vor Luzifer stehen, blickte ihn mitleidig an, „siehst du Junger Freund, dass ist euer Problem. Ihr seht immer nur eure Welt, euer Dasein, euch fehlt der Weitblick. Der Blick und das Verständnis für das Große und Ganze“. Sagte der Tod mit einer sanften, fast beruhigenden Stimme. Luzifer konnte nichts erwidern, jedoch sah der Tod das Unverständnis in seinen Augen und lächelte.

„Hab keine Angst junger Freund, du wirst es verstehen“, sagte er und der Schürhaken verwandelt sich in eine Sense. Eine Sense aus Kristall, gefüllt mit einer schwarzen Flüssigkeit, die nun auf ihn hernieder raste. Seine Augen wollten sich weiten, doch das konnten sie nicht als die Sense durch seinen Körper schnitt, wie ein heißes Messer durch Butter. Luzifer verspürte keinerlei Schmerzen als sein Körper in zwei geteilt wurde und zu Boden fiel, auf den Boden der Gasse.

Das letzte was sich in seinen Verstand brannte, war dieses milde, sanfte Gesicht und die beruhigenden Worte des Todes „gleich wirst du verstehen“, dann wurde es dunkel.

Luzifer war tot.

BLACK OBSESSION BDSM & Fetisch Party, Eindrücke

Es war soweit, nachdem wir mehr oder weniger 2 Monate mit dem monatlichen Ausreißer pausiert haben, haben wir uns mit Freunden zu der Veranstaltung angemeldet. Madame und ich hatten ein Hotel direkt in der Nähe gebucht, gemäß des Dresscodes machten wir uns fertig. Madame schicke Dessous und ich wie üblich und wie ich es mag im Anzug. Wir waren pünktlich zu beginn am Veranstaltungsort und kamen auch dort direkt mit netten Menschen ins Gespräch, als wir vor der Tür noch eine Rauchten und auf unsere Freund warteten.

Die Lokalität war in der Mitte einer langen Straße und es war wirklich faszinierend, man konnte ziemlich genau aus der Ferne bereits erahnen wer auf das Event gehen würde. Ein Großteil, war bereits in Leder gehüllt und die meisten hatten entweder einen Koffer oder eine Rolle für Karten mit dabei in der sich die Schlagwerkzeuge und diverse Utensilien befanden. Ich war sehr gespannt auf die Esskursion in diese Bereich der Sexualität und was uns dort alles erwarten würde. Da unsere Freunde sich verspäteten entschlossen wir uns in den Abgrund hinunter (die Lokalität Lag im UG, wie passend) zu wagen.

Die Lokalität war wirklich der Absolute Hammer, ein altes Kellergewölbe, was sonst als Saunaclub diente. Wir zogen uns um und auch hier waren die Menschen wieder überaus freundlich, eine richtig kleine Gemeinde. Wir zogen uns um, gingen an die Bar und ließen erst mal die Blicke schweifen.

Die Fülle an verschiedenen Menschen und Outfits war wirklich ein krasser Impuls. Frauen und Männer in kompletten Latexoutfits inklusive Masken und Highheels auch die Männer. Frauen in wunderbaren Barrockoutfits, viel Leder, teils nur ein paar Riemen. Auch den vereinzelten im Militärlook von früher (ja, ich rede von der unguten Zeit der Geschichte) allerdings in komplett Latex von hinzu einem Typen mit pinker Maske und pinker Leggins. Natürlich waren auch diverse Anzugträger mit ihren Sklavinnen vertreten. Was mir persönlich sehr sehr gut gefallen hat, war ein Paar bei dem sie nichts weiter an hatte, außer ihr Halsband und von ihm mehr oder weniger vorgeführt wurde. Natürlich waren Halsbänder und Leinen an der Tagesordnung. Das Gefühl das sich bei dieser Veranstaltung bei mir breitmachte (noch mehr als im Swingerclub) war, dass es ein großes Show laufen, eben ein sehen und gesehen werden.

Unsere Freunde war dann auch eingetroffen ein Paar und unsere liebe Freundin aus dem Swingerclub. Es war wie immer ein herzliches wiedersehen, wir redeten kurz bevor wir uns aufmachten die Lokalität zu erkunden.

Die Einrichtung war wirklich super Klasse, überall gab es Fesseln, Andreaskreuze und Käfige. Alles war aus Leder und an jedem Gerät stand Desinfektionsmittel und Tücher bereit, vereinzelt wurde auch bereits die/der Sub ausgepeitscht. Der Bereich, indem sonst die Umkleidekabinen waren wurde zu Separees umfunktioniert für diejenigen, die ihre Ruhe wollten. Schade war, dass die Separees nur mit einer Matratze aus Leder ausgestattet waren und es keinerlei Befestigungsmöglichkeiten gab. Von daher waren sie eher uninteressant. Im Sanitärbereich gab es sogar einen Bereich für Natursektspiele. Meine persönlichen Highlights, waren jedoch zwei Gerätschaften, die man leider nicht in Benutzung gesehen hat. Das eine war ein kugelförmiger Käfig, der wirklich sehr klein war und das andere war ein spanischer Reiter. Eine morbide Faszination ging von diesem Gerät aus, welches man im Mittelalter zur qualvollen Hinrichtung des Delinquenten nutzte.

Je später der Abend umso mehr wurde das Stöhnen, das Klatschen von Leder auf Haut. Teilweise, war es für mich und wie im Nachgang besprochen auch für Madame sehr kontrovers. Irgendwie gehen unsere Vorstellung von „spielen“ wohl in eine andere Richtung. Es war immer das gleiche Schema, jemand wurde fixiert und ausgepeitscht. Das was ich da teilweise sah, war für mein Verständnis unkontrolliert, emotionslos und ohne Sinn. Es wurde teilweise im Stakkato auf die Körper eingeschlagen, kaum Kommunikation mit dem/der Sub.

Es gab zwei wirklich tolle Spiele, bei einem davon, lag die Sub auf einem Bett, dass in einem Pranger endete. Sie war im Pranger fixiert und der Dom bespielte sie mit dem Flogger, streichelte sie, verwöhnte sie mit Eis an der Muschi usw. Das andere Spiel waren unsere Bekannten, sie erkundigte sich regelmäßig nach den Schlägen, nach dem befinden des Sklaven.

Ein andere sehr krasse Szene war ein Gruppe von jugendlichen. Sie stand gebückt mit den Händen an ein Gitter fixiert da und er bearbeitete sie mit dem Flogger und fingerte sie zwischendurch. Plötzlich kam eine andere aus der Gruppe dazu, zog sich einen Gummihandschuh an und begann sie wirklich hart zu fisten. Sie rammte ihr das Knie in den Rücken um sie in Position zu halten, während er sie begann zu würgen. Wir mussten uns das nicht länger anschauen und gingen weiter.

In einer anderen Ecke, wurde ein dünner lateinamerikanischer Jugendlicher im Dienstmädchen Kostüm, von seiner Domse im Manga Stil an den Oberschenkeln blutig geschlagen.

Bei uns kam keinerlei Lust auf irgendwas zu probieren, den an jeder „Station“ bildete sich sofort eine Menschentraube. Je nachdem um was es sich handelte, waren auch sofort diverse Soloherren Anwesend und packten ihren Schwanz aus und begannen zu wichsen.

Alles im allem haben wir tolle Menschen kennen gelernt und sehr gute Gespräche geführt. Die Szene ist zum großteils wirklich freundlich und hilfsbereit. Wir haben definit Anregungen und Inspiration mitgenommen , aber ein Spiel bei einem Event dieser Größe (waren ca. 300 Leute, hab gefragt an der Kasse) würde für uns nicht in Frage kommen. Natürlich, wird es bei den meisten Zuhause anders ablaufen, aber wozu muss man auf so ein Event, wenn man nicht in Stimmung kommt und das persönliche Verständnis von „Spielen“ nicht nur aus purem Gekloppe besteht.

Es ist bestimmt mal interessant, diese Fülle von diversen Gerätschaften zu testen, meist hat man so etwas ja nicht zu Hause. Doch, spielen ich dann lieber im kleinen Kreis ausgiebig, mit Fantasie und Zeit. Es gibt ja auch Apartments in der Richtung zu mieten, wo man dann für sich ist und das ausgiebig probieren und „bespielen“kann, weniger ist eben oft mehr.

Jetzt werden erst mal ein paar neue Spielzeuge angeschafft und ein paar Anregungen umgesetzt und wer weiß, wie sich das alles noch entwickelt.

In diesem Sinne, lasst Euch überraschen Ihr Lieben.

Grüße Euer Harlekin

Blutstimme: 2.Nacht

Jack rettete sich mehr schlecht als recht über den Arbeitstag, die Bilder seines lebhaften Traumes verfolgten ihn selbst jetzt noch. Die unheimliche Stimme in seinem Verstand schwieg seit dem Morgen. Jack fragte sich, ob er sich das alles nur eingebildet hatte, dafür war es aber alles zu real. Während des Tages redete er sich ein, es liege am Stress. Als Abteilungsleiter einer großen Werbeagentur war es nicht selten, dass er mehr als 14 Stunden pro Tag arbeitete. Erst gerade hatten sie ein großes Projekt für einen wichtigen Kunden abgeschossen, eine Werbekampagne für Hundeshampoo. Er hatte viel zu viel in der Zeit gearbeitet und war sich nun sicher, dass es alles am Stress liegen musste. Um einiges beruhigter machte Jack früh Feierabend.

Um den Kopf vollends frei zu bekommen, lief Jack nach Hause und nahm nicht wie gewohnt den Bus. Außerdem kam er auf dem Heimweg an seiner Stammkneipe vorbei. Er mochte das schummrige, verrauchte irish Pub. Sally stand hinter der Theke, sie begann direkt zu strahlen, als sie ihn durch die Türe kommen sah. Sally war Mitte 20, blond, groß gewachsen und hatte wundervolle grüne Augen. Soviel Jack wusste, studierte sie Psychologie und besserte sich die Kasse durch das Bedienen etwas auf. „Hi Jack, Guinness wie immer?“ fragte sie strahlend. Jack lächelte, trotz des Altersunterschiedes von ca. 10 Jahren war da was in der Luft. Jack setzte sich an die Theke und bedankte sich bei Sally für das Guinness, sie hielten Smalltalk und der Abend verflog. Jack genoss die Nähe zu Sally und mit jedem Bier verblassten auch die Erinnerungen an letzte Nacht, bis er spät am Abend endlich zuhause war und müde in sein Bett viel und direkt in einen zu tiefen Schlaf glitt.

Er spürte den warmen Lebenssaft, wie er über seine Hand auf den Boden des Hinterhofs sprudelte, nur das erstickende Röcheln der Frau war zu hören. Ein Gefühl der Macht berauschte ihn, als er spürte, wie das Leben aus ihr glitt. Um den Tod zu beschleunigen setzte er erneut einen Schnitt an der Kehle der Frau nach, der fast den Kopf vom Rumpf trennte. Er legte den noch warmen Körper auf den Boden, es war dunkel und nur das kurze Aufblitzen des Messers im Mondlicht war zu sehen.

Bevor Jack realisierte, was geschah, merkte er wie das Messer wieder und wieder in den Leib stach und schnitt. Dampf stieg aus dem geöffneten Torso in die kalte Nachtluft, als er die immernoch zuckenden Eingeweide aus dem Körper zog. Sie waren warm und er fühlte sich gut dabei, wie ein Maler der gerade sein Lebenswerk erschuf. „Das machst du gut kleiner Jack. Spürst du es, den Rausch der Macht, der durch deine Adern rast?“, flüsterte die Stimme zuckersüß in seinem Verstand. Jack verspürte tatsächlich diesen Rausch und er genoss es, genoss die Arbeit mit diesem neuen Material.

Er weidete die Frau aus, drapierte die Eingeweide um die Frau. Legte sie Ihr um die Schultern, verrückte diese immer wieder, bis sie die perfekte Position hatten. „Ein Bildnis aus Leben und Tod, ist es nicht wundervoll?“, sagte die Stimme in seinem Kopf. Jack lies seinen Blick, über sein Werk gleiten, seine Augen trafen die Augen seiner Skulptur und plötzlich stockte er.

Es waren wundervolle grüne Augen, wie die von Sally. Sein Verstand schrie auf, was tat er hier? Es ist nicht richtig, immer wieder blickte er in diese Augen, diese leeren toten Augen. Er wollte aufschreien, doch kein Ton entwich seiner Kehle. Er versuchte aufzustehen, doch sein Körper gehorchte ihm nicht mehr und nun hörte er deutlich, dass Lachen in seinem Verstand, ein schreckliches, dass Blut in den Adern gefrierendes Lachen.

Egal wie sehr er sich zu wehren versuchte, er musste Mitansehen, wie sein Körper sein grausames Werk verrichtete. Als er den Unterleib der Frau brutal geöffnet hatte, wollte er sich übergeben, doch auch das gestatte ihm sein Körper nicht. Er war ein Passagier in einem grausamen Ausflug. Angst durchlief ihn, es konnte nicht real sein, doch es fühlte sich so an. Er spürte sogar die Bewegungen seines Körpers, roch das Blut und die Eingeweide. Er griff in den Unterleib der Leiche und schloss seine Hand um etwas und riss es mit brutaler Gewalt aus dem Körper. Es wurde dunkel um ihn, er musste das Bewusstsein verlieren. Das Letzte was er wahrnahm, war seine Faust, die etwas umklammerte und Richtung Mond streckte und eine Stimme in seinem Verstand.“Aller Anfang ist schwer, doch wir machen Fortschritte“.

Schreiend erwachte er in seinem Bett, hektisch blickte er auf seine Hände, aber es waren keine Handschuhe zu sehen. Sein Herz raste in seiner Brust und schnell musterte er seinen Körper. Es war jedoch nichts zu sehen, was auf den Traum hinwies. Er schloss die Augen und atmete tief durch, als er die Augen wieder öffnete, um auf die Uhr zu sehen, sah er es. Bei dem Anblick musst sein gesamtes Blut mit einem Schlag aus dem Körper geschossen sein. Dort lag das Blutige etwas, was er zuvor aus dem Unterleib der Frau in seinem Traum gerissen hatte. Das war zu viel für Jack, dass Lachen am Rande seines Verstandes dröhnte wieder in seinem Kopf und dann verlor er das Bewusstsein.

In der Hölle ist der Himmel los Kapitel 7

„Eines Tages, ich war noch jung, ließ meine Vater mich zu sich in seine Werkstatt rufen. So schnell ich konnte, begab ich mich dorthin. Mein Vater war in seine Arbeit vertieft, die Menschen war seine am meisten geliebte Schöpfung und auch die, die ihm am meisten Sorgen bereitete. Wir Engel gehorchten auf sein Wort, die Menschen jedoch waren anfällig auf Versuchungen“, Luzifer seufzte. „Ich wusste das am besten, den ich hatte schließlich den Auftrag sie in Versuchung zu führen, sie zu testen. Einige verfielen meinen Einflüsterungen, jedoch nicht alle und so ließ Gott mich zu sich rufen, es musste Veränderung auf Erden her“, fuhr Luzifer mit schwerer Stimme fort. Der Tod beobachtete in sorgfältig. In den grünen Augen konnte man, förmlich die Schlussfolgerungen die er zog sehen, jedoch sagte er kein Wort und ließ den gefallenen Engel fortfahren.

„“Setz dich mein Sohn“, sagte er und ich setzt mich und ein ungutes Gefühl macht sich in mir breit, als er sich mir gegenüber setzte. Ich weiß es noch wie heute, sein Gesicht, sein zerfurchtes und in Falten gelegte Gesicht hatte sich in meinen Verstand gebrannt“, erzählte Luzifer schmerzlich weiter. Der Tod konnte diesen Jahrhunderte alten Schmerz förmlich spüren, jedoch war da noch was anderes Liebe? Ja, es lagen sowohl Schmerz und Liebe in der Luft und der Tod lauschte gespannt den Erzählungen.

„Mein Vater erzählte mir von dem Ungleichgewicht, das auf Erden herrschte, die Menschen hatten keine Angst, denn nach dem Leben kamen sie in den Himmel und all ihre Sünden wurden ihnen verziehen. Der Himmel war das Problem, es musste einen Ort geben, vor dem die Menschen sich fürchteten, um ihr Leben auf Erden im guten zu Leben. So schuf er die Hölle und schickte die 10 Gebote auf die Erde. Somit hatte er einen Platz für die guten und für die schlechten Menschen geschaffen, jetzt fehlte ihm nur noch ein Herrscher für die Hölle“, beendete Luzifer die Ausführung und schluckte einmal schwer, bevor er fortfuhr.

„Also fragte er mich, ob ich sein Vertreter in der Hölle sein könne und ich antwortete mit ja. Ich, der die Menschen besser kannte als alle anderen meiner Brüder. Ich, der unseren Vater am meisten von allen Engeln liebte. Ich, der nun alles für die Liebe zu meinem Vater aufgab“.
Unter Tränen erzählte er weiter, die Welt um ihn herum war verschwunden. Er saß wieder in der Werkstatt von seinem Vater, eine Welle von Gefühlen brach über ihn herein wie an diesem verheißungsvollen Tag.

„Und so ergab es sich dann, dass mein Vater und ich den Plan der Verbannung ausheckten. Ich wurde von meinen Brüder, aus dem Himmel verstoßen. Niemand wusste von meinem Opfer, sie haben mir meine Flügel genommen und ich bin gefallen. Nur mein Vater und ich wussten von diesem kleinen Plan, wir sahen uns regelmäßig in seiner Werkstatt durch ein geheimes Tor“, er stockte und atmete schwer. „Doch mit meinen Brüdern habe ich nie wieder ein freundliches Wort gewechselt. Es stand zu viel auf dem Spiel und so ignorierte ich meine Bedürfnisse und spielte weiter Jahrhunderte meine Rolle, in einer selbst gewählten Verbannung“, so endete er mit einem letzten schweren Seufzer, bevor er dem Tod wieder ins Gesicht schaute.

Was er da sah, verwunderte den Teufel zutiefst, er sah Mitgefühl in diesen kalten grünen Augen und eine einzelne Träne, die den Weg über die Wange nach unten suchte.

Blutstimme Epilog

„Lauf Jack, lauf“ wisperte die Stimme in seinem Kopf und Jack lief. Die Absätze seiner Schuhe verursachten ein Klacken, dass auf dem Pflaster der Gasse hallte und von den Wänden zurückgeworfen wurde. Schweiß ran ihm ins Gesicht, sein sehniger Körper arbeitete unter hoch druck. Er wusste nicht, wo er war, oder was er hier tat, er erlaubte sich eine kurze Verschnaufpause, um wieder zu Atem zu kommen und einen Blick auf sein Umfeld zu werfen. Er ran eine kleine schmale Gasse entlang, es roch nach Urin, Kot und Unrat. Es war zu dunkel im Details zu erkennen, als er an sich herabblickte, erkannte er einen langen schwarzen Mantel, schwarze Schuhe, einen Hut, den er aber nicht näher betrachtete. Erst jetzt viel ihm auf, dass er etwas in der Hand hielt und er schaute es sich genauer an. Es war ein dunkler Arztkoffer aus Leder und auch seine Hände steckten in Handschuhen aus dem gleichen Material. Er betrachtete die Handschuhe näher, die im sanften Mondlicht feucht glitzerten. Er rieb Daumen und Zeigefinger aneinander und roch vorsichtig daran, sofort stieg ihm der metallische Geruch von Blut in die Nase. Die widerwärtigen Gerüche die auf ihn eingestürzt waren und jetzt noch das Blut, waren zu viel für sein Magen, dieser begann zu rebellieren.

Als er gerade dabei war, sich zu erbrechen hörte das schrille Pfeifen von Trillerpfeifen nicht all zu weit von ihm entfernt und Stimmen die riefen „ein Mord, ein Mord in der Buck’s Row, los Leute er kann nicht weit sein“ er schreckte auf. Konnte es möglich sein, dass er damit etwas zu tun hatte? „Du solltest rennen Jack, sonst werden sie dich kriegen“meldete sich die Stimme in seinem Kopf mit einem gehässigen Unterton. Wie auf Kommando begann er zu rennen, er wusste nicht wieso oder wohin, er begann einfach zu rennen. Die Rufe wurden lauter, das Gebell von Hunden gesellte sich hinzu, er füllte sich wie ein gejagtes Tier. Warum, er hatte doch nichts getan oder doch?

Mittlerweile ging sein Atem schwer und der Schweiß ran ihm in Strömen über den Körper. Seine Muskeln schrien ihre Erschöpfung mit einem zunehmenden Brennen heraus. Er konnte nicht sagen, wie lange er gerannt ist, geschweige denn wie weit. Das Einzige was er sicher wusste, ist, dass die Stimmen der Verfolger in weite Ferne gerückt waren. Er verfiel in ein schnelles Gehen und ging in eine weitere schmale Gasse und lehnte sich an die Wand und begann durchzuatmen.
„Gut gemacht Jack, du bist ihnen entkommen, fürs Erste“  wisperte es in seinem Kopf. „WER BIST DU UND WAS IST DAS HIER?“, schrie er, doch als Antwort bekam er nur ein Lachen. Ein grausames, böses Lachen und dann erwachte Jack.

Er schrie noch, als er hochschreckte, sein Herz schlug, als wolle es sich aus seiner Brust sprengen und er atmete in tiefen, schweren Zügen. Sein Bett war zerwühlt, als sei er um sein Leben gelaufen. Schweiß ran immer noch in Strömen von seiner Stirn, Brust und Rücken. Das Bett war klitsch nass geschwitzt, seine Bettdecke lag auf dem Boden. Er tat sich schwer die Orientierung wieder zu finden, dieser Traum war so unglaublich real. Er blickte auf seinen Radiowecker, dieser zeigte den 02.01.2016 um 07:52 Uhr, das richtige Datum und Zeit. Langsam blickte er sich im Zimmer um und es war sein Schlafzimmer, er war Zuhause. „Puh, alles nur ein schrecklicher Traum“, sagte er einfach in den Raum und um sich selbst zu beruhigen.

Sein Herz begann sich zu beruhigen und auch nur noch vereinzelt ran ein Schweißtropfen an seiner Stirn herab. Ein Tropfen fand seinen Weg, ins linke Auge und es begann zu brennen. Er wischte sich mit der Hand über die Stirn, um die letzten Reste Schweiß zu entfernen. Es fühlte sich komisch an und so blickte er auf seine Hand und seine Augen weiteten sich schlagartig. „Nein, das kann nicht sein“ stotterte er vor sich hin. Er hatte Handschuhe an, blutige Handschuhe.

Und wieder war das Lachen da, am Rand seines Verstandes.