BLACK OBSESSION BDSM & Fetisch Party, Eindrücke

Es war soweit, nachdem wir mehr oder weniger 2 Monate mit dem monatlichen Ausreißer pausiert haben, haben wir uns mit Freunden zu der Veranstaltung angemeldet. Madame und ich hatten ein Hotel direkt in der Nähe gebucht, gemäß des Dresscodes machten wir uns fertig. Madame schicke Dessous und ich wie üblich und wie ich es mag im Anzug. Wir waren pünktlich zu beginn am Veranstaltungsort und kamen auch dort direkt mit netten Menschen ins Gespräch, als wir vor der Tür noch eine Rauchten und auf unsere Freund warteten.

Die Lokalität war in der Mitte einer langen Straße und es war wirklich faszinierend, man konnte ziemlich genau aus der Ferne bereits erahnen wer auf das Event gehen würde. Ein Großteil, war bereits in Leder gehüllt und die meisten hatten entweder einen Koffer oder eine Rolle für Karten mit dabei in der sich die Schlagwerkzeuge und diverse Utensilien befanden. Ich war sehr gespannt auf die Esskursion in diese Bereich der Sexualität und was uns dort alles erwarten würde. Da unsere Freunde sich verspäteten entschlossen wir uns in den Abgrund hinunter (die Lokalität Lag im UG, wie passend) zu wagen.

Die Lokalität war wirklich der Absolute Hammer, ein altes Kellergewölbe, was sonst als Saunaclub diente. Wir zogen uns um und auch hier waren die Menschen wieder überaus freundlich, eine richtig kleine Gemeinde. Wir zogen uns um, gingen an die Bar und ließen erst mal die Blicke schweifen.

Die Fülle an verschiedenen Menschen und Outfits war wirklich ein krasser Impuls. Frauen und Männer in kompletten Latexoutfits inklusive Masken und Highheels auch die Männer. Frauen in wunderbaren Barrockoutfits, viel Leder, teils nur ein paar Riemen. Auch den vereinzelten im Militärlook von früher (ja, ich rede von der unguten Zeit der Geschichte) allerdings in komplett Latex von hinzu einem Typen mit pinker Maske und pinker Leggins. Natürlich waren auch diverse Anzugträger mit ihren Sklavinnen vertreten. Was mir persönlich sehr sehr gut gefallen hat, war ein Paar bei dem sie nichts weiter an hatte, außer ihr Halsband und von ihm mehr oder weniger vorgeführt wurde. Natürlich waren Halsbänder und Leinen an der Tagesordnung. Das Gefühl das sich bei dieser Veranstaltung bei mir breitmachte (noch mehr als im Swingerclub) war, dass es ein großes Show laufen, eben ein sehen und gesehen werden.

Unsere Freunde war dann auch eingetroffen ein Paar und unsere liebe Freundin aus dem Swingerclub. Es war wie immer ein herzliches wiedersehen, wir redeten kurz bevor wir uns aufmachten die Lokalität zu erkunden.

Die Einrichtung war wirklich super Klasse, überall gab es Fesseln, Andreaskreuze und Käfige. Alles war aus Leder und an jedem Gerät stand Desinfektionsmittel und Tücher bereit, vereinzelt wurde auch bereits die/der Sub ausgepeitscht. Der Bereich, indem sonst die Umkleidekabinen waren wurde zu Separees umfunktioniert für diejenigen, die ihre Ruhe wollten. Schade war, dass die Separees nur mit einer Matratze aus Leder ausgestattet waren und es keinerlei Befestigungsmöglichkeiten gab. Von daher waren sie eher uninteressant. Im Sanitärbereich gab es sogar einen Bereich für Natursektspiele. Meine persönlichen Highlights, waren jedoch zwei Gerätschaften, die man leider nicht in Benutzung gesehen hat. Das eine war ein kugelförmiger Käfig, der wirklich sehr klein war und das andere war ein spanischer Reiter. Eine morbide Faszination ging von diesem Gerät aus, welches man im Mittelalter zur qualvollen Hinrichtung des Delinquenten nutzte.

Je später der Abend umso mehr wurde das Stöhnen, das Klatschen von Leder auf Haut. Teilweise, war es für mich und wie im Nachgang besprochen auch für Madame sehr kontrovers. Irgendwie gehen unsere Vorstellung von „spielen“ wohl in eine andere Richtung. Es war immer das gleiche Schema, jemand wurde fixiert und ausgepeitscht. Das was ich da teilweise sah, war für mein Verständnis unkontrolliert, emotionslos und ohne Sinn. Es wurde teilweise im Stakkato auf die Körper eingeschlagen, kaum Kommunikation mit dem/der Sub.

Es gab zwei wirklich tolle Spiele, bei einem davon, lag die Sub auf einem Bett, dass in einem Pranger endete. Sie war im Pranger fixiert und der Dom bespielte sie mit dem Flogger, streichelte sie, verwöhnte sie mit Eis an der Muschi usw. Das andere Spiel waren unsere Bekannten, sie erkundigte sich regelmäßig nach den Schlägen, nach dem befinden des Sklaven.

Ein andere sehr krasse Szene war ein Gruppe von jugendlichen. Sie stand gebückt mit den Händen an ein Gitter fixiert da und er bearbeitete sie mit dem Flogger und fingerte sie zwischendurch. Plötzlich kam eine andere aus der Gruppe dazu, zog sich einen Gummihandschuh an und begann sie wirklich hart zu fisten. Sie rammte ihr das Knie in den Rücken um sie in Position zu halten, während er sie begann zu würgen. Wir mussten uns das nicht länger anschauen und gingen weiter.

In einer anderen Ecke, wurde ein dünner lateinamerikanischer Jugendlicher im Dienstmädchen Kostüm, von seiner Domse im Manga Stil an den Oberschenkeln blutig geschlagen.

Bei uns kam keinerlei Lust auf irgendwas zu probieren, den an jeder „Station“ bildete sich sofort eine Menschentraube. Je nachdem um was es sich handelte, waren auch sofort diverse Soloherren Anwesend und packten ihren Schwanz aus und begannen zu wichsen.

Alles im allem haben wir tolle Menschen kennen gelernt und sehr gute Gespräche geführt. Die Szene ist zum großteils wirklich freundlich und hilfsbereit. Wir haben definit Anregungen und Inspiration mitgenommen , aber ein Spiel bei einem Event dieser Größe (waren ca. 300 Leute, hab gefragt an der Kasse) würde für uns nicht in Frage kommen. Natürlich, wird es bei den meisten Zuhause anders ablaufen, aber wozu muss man auf so ein Event, wenn man nicht in Stimmung kommt und das persönliche Verständnis von „Spielen“ nicht nur aus purem Gekloppe besteht.

Es ist bestimmt mal interessant, diese Fülle von diversen Gerätschaften zu testen, meist hat man so etwas ja nicht zu Hause. Doch, spielen ich dann lieber im kleinen Kreis ausgiebig, mit Fantasie und Zeit. Es gibt ja auch Apartments in der Richtung zu mieten, wo man dann für sich ist und das ausgiebig probieren und „bespielen“kann, weniger ist eben oft mehr.

Jetzt werden erst mal ein paar neue Spielzeuge angeschafft und ein paar Anregungen umgesetzt und wer weiß, wie sich das alles noch entwickelt.

In diesem Sinne, lasst Euch überraschen Ihr Lieben.

Grüße Euer Harlekin

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9 Gedanken zu “BLACK OBSESSION BDSM & Fetisch Party, Eindrücke

  1. Sehr interessant zu lesen, Danke für’s mitnehmen.
    Offen gestanden könnte ich mir das persönlich jetzt nicht vorstellen, mich in so Menschenmassen wohlzufühlen, geschweige mich vor so vielen Blicken bespielen zu lassen.
    Das „Vorführen“ ist, glaube ich auch so ein Ding was viele Männer fasziniert oder?

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    1. Mir waren es zu viele Menschen und ich denke es ist schwierig sich fallen zu lassen wenn einen 50 Leute anstarren. Die Dinge die mich fasziniert haben waren die kleinen dinge. Eben dieses er angezogen und Frau nackt bzw. Fast, da passierte aber sonst nix. Oder ein anderer hat sein Substanz einfach den halben abend breitbeinig sitzend gefesselt und aufgepasst das ihr keiner zur nahe kommt

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  2. Tine_wolf

    Hallo Harlekin,
    haben soeben wieder Deinen Blog gelesen.
    Ist wie immer sehr spannend geschrieben.
    Aber wie Du uns ja kennst, ist die Szene nicht so unser Fall.
    Aber so können wir uns ein Bild davon machen wie es da abläuft (;-)
    LG Tine_Wolf

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