Der Dämonenjäger

„Ruhe du fliegendes Fellknäuel“ zischte Dante zwischen den zusammengebissene Zähne, der vor seinem Gesicht schwebenden Fledermaus zu und musste sich ein Lachen verkneifen. Merl, die Fledermaus sah einfach zu komisch aus, ihre beiden kleinen Augen schielten und sie hatte einen Hang zum stottern, wenn sie aufgeregt war. „Aaaabbeeerrrr, dddddaaaasss sssssiiiiiinnnndddddd zzzzuuu vvvvvieeeeeelllllleeeeee“, stotterte Merl aus seinem kleinen Hunde ähnlichen Maul in Richtung Dante, dieser kicherte und tätschelte Merl vorsichtig den kleinen Kopf. „Lass das meine sorge sein mein kleiner blinder Freund“, sagte er fast sanft zu seinem pelzigen Freund. Man konnte über Merl sagen, was man wollte, aber er war der beste Kundschafter den man sich wünschen konnte und mit der Zeit war er Dante sehr ans Herz gewachsen. „Arbeit ist Arbeit und wir brauchen das Gold mein Freund“, sagte er lächelnd.

Dante wusste, dass sich zwei Gänge vor ihnen ein Raum voll mit Ziegendämonen befand, keine Gegner, die man auf die Leichte Schulter nehmen konnte. Es waren hässliche Kreaturen, sie wurden von den Bauern gerne mit dem Leibhaftigen in Verbindung gebracht, da es im Prinzip aufrecht gehende Ziegen waren. Sie waren meist etwas größer wie ein Mensch, von böser Natur, ihr Hunger auf Menschenfleisch war unersättlich und sie brachten ein beachtliches Kopfgeld.

Dante begann seine Ausrüstung zu überprüfen, ein gutes Dutzend Wurfdolche waren um seinen Oberschenkel geschnallt. In jedem der hohen Lederstiefel stecke ein Dolch. Er überprüfte seine zwei Handarmbrüste, sie waren sein Hauptarbeitsmittel. Er hatte sie von seinen Eltern geerbt, die wie er auch Dämonenjäger waren und in dieser Zeit jede Menge verzauberter Ausrüstung angehäuft hatten. Das Bild rundete eine leichte Lederrüstung ab, die kaum eine Einschränkung in seiner Beweglichkeit bedeutete und trotzdem einen gewisse Schutz bot.

Er war bereit und schlich den Gang entlang, das Leder verursachte nur minimal quietschende Geräusche, was aber vollkommen von den Geräuschen der Dämonen überdeckt wurde, Merl flog lautlos hinter ihm her. An der Ecke vor dem Raum angekommen hielt er kurz inne um seine Magie zu sammeln. Ein kurzer blick um die Ecke genügte, um zu sehen, dass die Ziegendämonen in ausgelassener Stimmung um ein Feuer saßen und feierten. Über dem Feuer war ein Humanoid an einen Spieß angebracht und brutzelte langsam vor sich hin und jetzt konnte er auch den Geruch von brennendem Fleisch wahrnehmen, brennendes Menschenfleisch.

Ein Flickflack brachte ihn in den Raum, die Zeit schien stehen zu bleiben, sein schwarzes schulterlanges Haar wirbelte um ihn, als sein Körper die einstudierten Bewegungen ausführten. Bevor er wieder stand, hielt er die zwei Armbrüste in den Händen und sie spuckten den Dämonen Tod und Verderb entgegen, „trari trara der Tod ist“ sagte er lachend. Die mit der Macht der Elemente von Feuer und Eis verzauberten Bolzen drangen tief in die Leiber der Ziegenhumanoiden ein. Sie verwandelten Dämonen in skurrile Eisfiguren und ließen Körper mit der Macht des Feuers verbrennen. Der Raum füllte sich sofort mit Bewegung, fast einen Ticken zu spät erkannte Dante den Schamanen der Ziegendämonen. „Scheisse“, fluchte Dante vor sich hin.

Keinen Augenblick zu spät warf er sich in eine Rolle in die Ecke des Raums. Die Luft füllte sich knisternd mit Energie und nur ein schwarzer Fleck, wo er eben noch gestanden hatte zeugte vom Einschlag des mächtigen Blitzes, der dort hernieder fuhr. In einer fließenden Bewegung ließ er eine Armbrust fallen, nutze die Energie die ihm die Rolle gab und schleuderte ein Wurfmesser.

Es fand sein Ziel zwischen den Augen des Dämonen, welcher einen meckernden Laut von sich gab, die Zunge aus dem Maul hängen ließ und tot zu Boden sank.

In der Ecke war er ein leichtes Ziel, da nun der Überraschungseffekt verflogen war, er sah bereits die ersten Speere, die auf ihn zu flogen.

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3 Gedanken zu “Der Dämonenjäger

  1. Einwandfrei 🙂 Lese Deine Texte so gern. Bitte schreib weiter. Mach ganz viele Seiten draus 🙂 Einfach spannend wie du schreibst. Bildhaft. Lebendig. (also für meine Augen 😉 und ich hab schon so manch Unlebendiges gesehen 😉

    Bussal

    Gefällt 1 Person

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