Blutstimme: 3.Nacht

Durch das spärliche Licht, konnte er nur ihre Silhouette sehen, wie sie dort auf dem Bett lag. Ihr Atem ging gleichmäßig und in ruhigen Zügen, dass Haar lag zerzaust über sie gebreitet wie das Blätterdach eines Waldes. Die Seidendecke schmiegte sich perfekt an ihren wundervollen Körper. Er verursachte kein Geräusch, als er Schritt für Schritt näher an das Bett trat. Vorsichtig ließ er sich auf der Kante nieder und betrachtete sie erneut, ein Engel, ein wundervoller Engel schien vor ihm zu liegen.

Plötzlich packte ihn die Wut, die Wut auf das wundervolle. Die Klinge blitzte auf, um in einem Bruchteil einer Sekunde in den wundervollen Leib zu fahren. Der Erste Stich zerfetzte ihre Kehle, das Blut das aus der Kehle sprudelte färbte das engelsgleiche Haar rot. Immer und immer wieder, wie ein Berserker im Blutrausch stach er auf den Engel ein. Von dem einstigen Kalkül war keine Spur mehr zu erkennen, der reinste Hass trieb Jack an und es fühlte sich gut an, verdammt gut. Mit jeder Sprenkel, jeder tropfen Blut der aus dem Leib gerissen wurde fühlt er sich besser.

Sie musste sterben und ihre Schönheit musste vergehen, wie alles vergehen musste. Er schmeckt ihr Blut, dass Blut was ihm ins Gesicht gespritzt war und nun in kleinen Rinnsalen über seine Lippen lief. Es schmeckte wundervoll, am liebsten würde er in ihrem Lebenssaft baden, ihn auskosten bis zum letzten Tropfen. Doch plötzlich schlug sie die Augen auf, es waren Sallys Augen und Jack erstarrte.

Hilfe Jack“, röchelte der Sallyengel durch das Loch ihrer kehle. „Was hast du nur getan Jack“, klang sie vorwurfsvoll. Jack ließ das Messer fallen und presste seine Hände auf die Wunde, aus der wieder Blut zu schießen begann. „nein, nein, was habe ich getan“, begann Jack zu schluchzen und salzige Tränen liefen seine Wange hinunter. „Jack, Jack hör auf damit“, röchelte der Engel, warum sollte er aufhören, er versuchte ihr doch zu helfen, den Schaden wieder gut zu machen. „Sie verblutet Jack, du musst fester drücken“, sagte die Stimme mit einem bösen Unterton in der Stimme in seinen Kopf. Das Blut sprudelt unter seinen Händen hindurch und der Sallyengel röchelte stärker, Jack presste weiter seine Hände auf die wunde um den Blutfluss zu Stoppen. „Jack, hör auf jack du bringst mich um“röchelte der Sallyengel erstickend. „So ist es gut Jack, nur weiter“ sagte die Stimme und lachte vergnügt.

Jack spürte, wie etwas hart auf seine Wange einschlug und die Szenerie begann zu verschwimmen. immer und immer wieder verspürte er einen Schmerz im Gesicht, auch die Stimme war nun nicht mehr die des Engels sondern die von Sally. Jack öffnete die Augen, nur um zu sehen wie die Hand von Sally krachend in sein Gesicht fuhr, „Jack, hör auf, bitte“, wimmerte sie. Erst jetzt erfasst er die Szenerie, er saß neben ihr auf dem Bett und hatte seine Hände fest um ihren Hals gelegt und er würgte sie. Sallys Gesicht war bereits dunkelrot angelaufen und Tränen waren ihr die Wangen herab gelaufen. Jetzt spürte er auch einen Stechenden Schmerz in der Rippengegend, Sally mußte ihn im Todeskampf auch getreten haben, er nahm sofort die Hände von ihrem Hals, sie begann sofort nach Luft zu schnappen.

Fast hätten wir es geschafft, kleiner Jack“,sagte die Stimme kichernd in seinem Verstand. „Aber es ist noch nicht aller Tage Abend, ich wünsche dir eine gute Nacht mein kleiner Prinz“, lachte die Stimme.

Das Letzte was er sah, war Sallys Faust, die mit einen lauten Knacken auf seiner Nase einschlug und dann wurde es dunkel.

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Blutstimme: Tag 3

Jack….Jack“ vernahm er eine Stimme, die von weiter Ferne zum ihm sprach. Jack wurde aus seinen Gedanken gerissen. Er lehnte am Tresens des Pubs, bei seinem Job hatte er sich krank gemeldet, er war nicht in der Lage zu arbeiten. Die Ereignisse der Nacht machten ihm schwer zu schaffen. Er konnte die Bilder nicht vergessen, wie sollte er auch, er hatte die Beweise schließlich auf seinem Nachttisch gefunden. Er verbrachte den Vormittag damit im Internet zu recherchieren, ob in der letzten Nacht ein grausamer Mord verübt wurde. Dem war jedoch nicht so, aber bei seinen Recherchen traf er auf einen Bericht von Jack the Ripper. Das alles verwirrte ihn und machte ihm unbeschreibliche Angst.

Es konnte doch nicht etwa sein, diese Morde lagen über einhundert Jahre zurück. Doch waren die Träume sehr lebhaft, verdammt er konnte den Geruch der Gassen riechen und das Blut schmecken. Wie konnte das alles sein? Dazu kam noch diese unheimliche Stimme, die im Inneren seines Verstandes kratzte und sich bestens zu amüsieren schien. Vermutlich war er einfach Wahnsinnig geworden, die viele Arbeit, die Umwelt, das Alles hatte ihn vermutlich in den Wahnsinn getrieben.

Sally blickte ihn fragend an, sanft berührte sie seinen Arm, die Berührung war fast zärtlich gewesen und es fühlte sich gut an. Er blickte auf zu ihr, „alles in Ordnung nur überarbeitete“ log er mehr schlecht als recht. Sally zog eine Augenbraue nach oben und lächelte dann sanft „wenn du reden magst, ich habe gerne ein offenes Ohr für dich Jack“, sagte sie sanft. „danke Sally, ich weiß das zu schätzen“ sagte er und seine Gedanken drifteten bereits wieder ab. Sally sah ihn besorgt an, dass realisierte Jack bereits nicht mehr, er befand sich weit entfernt in einer anderen Zeit an einem düsteren Ort.

Die Nacht war besonders dunkel, der leichte Regen perlte von seinem ledernen Mantel ab. Die Luft war frisch und klar und das Jagdfieber hatte ihn gepackt. Nur wenige Schritte trennten ihn von seinem Opfer. Er folgte ihrem wankenden Schritt und er konnte bereits die Alkoholfahne riechen, mit jedem Meter den er den Abstand verkürzte. Es war Vorsicht geboten, denn trotz der späten Stunde waren überall Menschen unterwegs in den Straßen und Gassen der Stadt.

Die Aufregung stieg, der alles entscheidende Moment war fast gekommen. Sie hatte ihn immer noch nicht bemerkt, oder scherte sich einfach einen Dreck darum, dass noch jemand in der Gasse unterwegs war. Er nahm das Messer aus dem Mantel, ein wundervolles Stück Handwerkskunst. Er hatte die klinge frisch geschärft, vorsichtig und fast liebevoll. Es war scharf wie eine Rasierklinge und er liebte es zu spüren, wie es Fleisch, Muskeln und Sehnen durchtrennte. Er fixierte sich wieder auf seine Aufgabe, Freude stieg in ihm auf und Jack konnte es nicht mehr erwarten.

Zwei schnelle Schritte und schon stand er hinter ihr, alles lief so unglaublich schnell und automatisch ab. Die eine Hand hielt ihr blitzschnell den Mund zu, während die andere über ihre Kehle fuhr und diese öffnete. Das Messer glitt mühelos durch den Hals und der heiße Lebenssaft ergoss sich über ihn. Die Luft nahm sofort den metallischen Geruch an und er sog ihn gierig ein.

Das unglaubliche Gefühl der Macht durchflutete jede Pore seinen Körpers und er gab sich ihr hin und genoss sie. „Es fühlt sich so gut an, oder nicht Jack?“ kratzte die Stimme zufrieden in seinem Verstand. „ja, dass tut es, aber nun lass mich arbeiten“ sagte Jack ungeduldig. Die Stimme begann zu lachen, „endlich hast du es verstanden kleiner Jack“, sagte sie zufrieden.

Jack wollt gerade beginnen, als er das Knarren eines Karren in seine Richtung bemerkt, er fluchte leise vor sich hin und Wut stieg in ihm auf. Wie konnten jemand es wagen, ihn bei einer so wichtigen Aufgabe zu stören. So eine Verschwendung von Handwerksmaterial, dachte er und begann sich von der Leiche zu entfernen. „Sei nicht traurig kleiner Jack, wir werden noch viele Chancen bekommen“ flüsterte die Stimme zuckersüß und begann dann diabolisch zu lachen.

Jack, Jack wach auf“, hörte er Sallys Stimme. Sie war nicht sanft und beruhigend, sondern ängstlich und laut. Jemand rüttelte an seiner Schulter und ein stechender Schmerz machte sich auf seiner Wange bemerkbar. Er öffnete langsam die Augen und sah Sally über sich kniend, die gerade die Hand zu einer weiteren Ohrfeige erhoben hatte. Sie hielt in der Bewegung inne, als sie sah das Jack die Augen aufgeschlagen hatte. Er fühlte sich nicht verwirrt oder ängstlich, das einzige was er fühlte war Wut, Wut weil er gestört wurde und nicht zu ende bringen konnte, was er begonnen hatte.

Ich glaube wir sollten uns unterhalten Jack“. Sagte sie mit harter Stimme. Jack konnte nur nicken und nach wenigen Minuten verließen sie die Bar.

Das wird ein Mords Spaß“,sagte die Stimme und begann zu lachen, als die Zwei in Richtung von Jacks Wohnung liefen.

Blutstimme: 2.Nacht

Jack rettete sich mehr schlecht als recht über den Arbeitstag, die Bilder seines lebhaften Traumes verfolgten ihn selbst jetzt noch. Die unheimliche Stimme in seinem Verstand schwieg seit dem Morgen. Jack fragte sich, ob er sich das alles nur eingebildet hatte, dafür war es aber alles zu real. Während des Tages redete er sich ein, es liege am Stress. Als Abteilungsleiter einer großen Werbeagentur war es nicht selten, dass er mehr als 14 Stunden pro Tag arbeitete. Erst gerade hatten sie ein großes Projekt für einen wichtigen Kunden abgeschossen, eine Werbekampagne für Hundeshampoo. Er hatte viel zu viel in der Zeit gearbeitet und war sich nun sicher, dass es alles am Stress liegen musste. Um einiges beruhigter machte Jack früh Feierabend.

Um den Kopf vollends frei zu bekommen, lief Jack nach Hause und nahm nicht wie gewohnt den Bus. Außerdem kam er auf dem Heimweg an seiner Stammkneipe vorbei. Er mochte das schummrige, verrauchte irish Pub. Sally stand hinter der Theke, sie begann direkt zu strahlen, als sie ihn durch die Türe kommen sah. Sally war Mitte 20, blond, groß gewachsen und hatte wundervolle grüne Augen. Soviel Jack wusste, studierte sie Psychologie und besserte sich die Kasse durch das Bedienen etwas auf. „Hi Jack, Guinness wie immer?“ fragte sie strahlend. Jack lächelte, trotz des Altersunterschiedes von ca. 10 Jahren war da was in der Luft. Jack setzte sich an die Theke und bedankte sich bei Sally für das Guinness, sie hielten Smalltalk und der Abend verflog. Jack genoss die Nähe zu Sally und mit jedem Bier verblassten auch die Erinnerungen an letzte Nacht, bis er spät am Abend endlich zuhause war und müde in sein Bett viel und direkt in einen zu tiefen Schlaf glitt.

Er spürte den warmen Lebenssaft, wie er über seine Hand auf den Boden des Hinterhofs sprudelte, nur das erstickende Röcheln der Frau war zu hören. Ein Gefühl der Macht berauschte ihn, als er spürte, wie das Leben aus ihr glitt. Um den Tod zu beschleunigen setzte er erneut einen Schnitt an der Kehle der Frau nach, der fast den Kopf vom Rumpf trennte. Er legte den noch warmen Körper auf den Boden, es war dunkel und nur das kurze Aufblitzen des Messers im Mondlicht war zu sehen.

Bevor Jack realisierte, was geschah, merkte er wie das Messer wieder und wieder in den Leib stach und schnitt. Dampf stieg aus dem geöffneten Torso in die kalte Nachtluft, als er die immernoch zuckenden Eingeweide aus dem Körper zog. Sie waren warm und er fühlte sich gut dabei, wie ein Maler der gerade sein Lebenswerk erschuf. „Das machst du gut kleiner Jack. Spürst du es, den Rausch der Macht, der durch deine Adern rast?“, flüsterte die Stimme zuckersüß in seinem Verstand. Jack verspürte tatsächlich diesen Rausch und er genoss es, genoss die Arbeit mit diesem neuen Material.

Er weidete die Frau aus, drapierte die Eingeweide um die Frau. Legte sie Ihr um die Schultern, verrückte diese immer wieder, bis sie die perfekte Position hatten. „Ein Bildnis aus Leben und Tod, ist es nicht wundervoll?“, sagte die Stimme in seinem Kopf. Jack lies seinen Blick, über sein Werk gleiten, seine Augen trafen die Augen seiner Skulptur und plötzlich stockte er.

Es waren wundervolle grüne Augen, wie die von Sally. Sein Verstand schrie auf, was tat er hier? Es ist nicht richtig, immer wieder blickte er in diese Augen, diese leeren toten Augen. Er wollte aufschreien, doch kein Ton entwich seiner Kehle. Er versuchte aufzustehen, doch sein Körper gehorchte ihm nicht mehr und nun hörte er deutlich, dass Lachen in seinem Verstand, ein schreckliches, dass Blut in den Adern gefrierendes Lachen.

Egal wie sehr er sich zu wehren versuchte, er musste Mitansehen, wie sein Körper sein grausames Werk verrichtete. Als er den Unterleib der Frau brutal geöffnet hatte, wollte er sich übergeben, doch auch das gestatte ihm sein Körper nicht. Er war ein Passagier in einem grausamen Ausflug. Angst durchlief ihn, es konnte nicht real sein, doch es fühlte sich so an. Er spürte sogar die Bewegungen seines Körpers, roch das Blut und die Eingeweide. Er griff in den Unterleib der Leiche und schloss seine Hand um etwas und riss es mit brutaler Gewalt aus dem Körper. Es wurde dunkel um ihn, er musste das Bewusstsein verlieren. Das Letzte was er wahrnahm, war seine Faust, die etwas umklammerte und Richtung Mond streckte und eine Stimme in seinem Verstand.“Aller Anfang ist schwer, doch wir machen Fortschritte“.

Schreiend erwachte er in seinem Bett, hektisch blickte er auf seine Hände, aber es waren keine Handschuhe zu sehen. Sein Herz raste in seiner Brust und schnell musterte er seinen Körper. Es war jedoch nichts zu sehen, was auf den Traum hinwies. Er schloss die Augen und atmete tief durch, als er die Augen wieder öffnete, um auf die Uhr zu sehen, sah er es. Bei dem Anblick musst sein gesamtes Blut mit einem Schlag aus dem Körper geschossen sein. Dort lag das Blutige etwas, was er zuvor aus dem Unterleib der Frau in seinem Traum gerissen hatte. Das war zu viel für Jack, dass Lachen am Rande seines Verstandes dröhnte wieder in seinem Kopf und dann verlor er das Bewusstsein.

Blutstimme Epilog

„Lauf Jack, lauf“ wisperte die Stimme in seinem Kopf und Jack lief. Die Absätze seiner Schuhe verursachten ein Klacken, dass auf dem Pflaster der Gasse hallte und von den Wänden zurückgeworfen wurde. Schweiß ran ihm ins Gesicht, sein sehniger Körper arbeitete unter hoch druck. Er wusste nicht, wo er war, oder was er hier tat, er erlaubte sich eine kurze Verschnaufpause, um wieder zu Atem zu kommen und einen Blick auf sein Umfeld zu werfen. Er ran eine kleine schmale Gasse entlang, es roch nach Urin, Kot und Unrat. Es war zu dunkel im Details zu erkennen, als er an sich herabblickte, erkannte er einen langen schwarzen Mantel, schwarze Schuhe, einen Hut, den er aber nicht näher betrachtete. Erst jetzt viel ihm auf, dass er etwas in der Hand hielt und er schaute es sich genauer an. Es war ein dunkler Arztkoffer aus Leder und auch seine Hände steckten in Handschuhen aus dem gleichen Material. Er betrachtete die Handschuhe näher, die im sanften Mondlicht feucht glitzerten. Er rieb Daumen und Zeigefinger aneinander und roch vorsichtig daran, sofort stieg ihm der metallische Geruch von Blut in die Nase. Die widerwärtigen Gerüche die auf ihn eingestürzt waren und jetzt noch das Blut, waren zu viel für sein Magen, dieser begann zu rebellieren.

Als er gerade dabei war, sich zu erbrechen hörte das schrille Pfeifen von Trillerpfeifen nicht all zu weit von ihm entfernt und Stimmen die riefen „ein Mord, ein Mord in der Buck’s Row, los Leute er kann nicht weit sein“ er schreckte auf. Konnte es möglich sein, dass er damit etwas zu tun hatte? „Du solltest rennen Jack, sonst werden sie dich kriegen“meldete sich die Stimme in seinem Kopf mit einem gehässigen Unterton. Wie auf Kommando begann er zu rennen, er wusste nicht wieso oder wohin, er begann einfach zu rennen. Die Rufe wurden lauter, das Gebell von Hunden gesellte sich hinzu, er füllte sich wie ein gejagtes Tier. Warum, er hatte doch nichts getan oder doch?

Mittlerweile ging sein Atem schwer und der Schweiß ran ihm in Strömen über den Körper. Seine Muskeln schrien ihre Erschöpfung mit einem zunehmenden Brennen heraus. Er konnte nicht sagen, wie lange er gerannt ist, geschweige denn wie weit. Das Einzige was er sicher wusste, ist, dass die Stimmen der Verfolger in weite Ferne gerückt waren. Er verfiel in ein schnelles Gehen und ging in eine weitere schmale Gasse und lehnte sich an die Wand und begann durchzuatmen.
„Gut gemacht Jack, du bist ihnen entkommen, fürs Erste“  wisperte es in seinem Kopf. „WER BIST DU UND WAS IST DAS HIER?“, schrie er, doch als Antwort bekam er nur ein Lachen. Ein grausames, böses Lachen und dann erwachte Jack.

Er schrie noch, als er hochschreckte, sein Herz schlug, als wolle es sich aus seiner Brust sprengen und er atmete in tiefen, schweren Zügen. Sein Bett war zerwühlt, als sei er um sein Leben gelaufen. Schweiß ran immer noch in Strömen von seiner Stirn, Brust und Rücken. Das Bett war klitsch nass geschwitzt, seine Bettdecke lag auf dem Boden. Er tat sich schwer die Orientierung wieder zu finden, dieser Traum war so unglaublich real. Er blickte auf seinen Radiowecker, dieser zeigte den 02.01.2016 um 07:52 Uhr, das richtige Datum und Zeit. Langsam blickte er sich im Zimmer um und es war sein Schlafzimmer, er war Zuhause. „Puh, alles nur ein schrecklicher Traum“, sagte er einfach in den Raum und um sich selbst zu beruhigen.

Sein Herz begann sich zu beruhigen und auch nur noch vereinzelt ran ein Schweißtropfen an seiner Stirn herab. Ein Tropfen fand seinen Weg, ins linke Auge und es begann zu brennen. Er wischte sich mit der Hand über die Stirn, um die letzten Reste Schweiß zu entfernen. Es fühlte sich komisch an und so blickte er auf seine Hand und seine Augen weiteten sich schlagartig. „Nein, das kann nicht sein“ stotterte er vor sich hin. Er hatte Handschuhe an, blutige Handschuhe.

Und wieder war das Lachen da, am Rand seines Verstandes.