Der Tor und der Tod (Melancholie)

„Schau in an den armen Tor“, sagte der Tod und schüttelt den Kopf, als er auf die Leiche blickte.

„Sich krum gemacht, ein Leben lang für Andere, bis ich Ihn holte zum Dank“, sagte er lachend und ging davon.

Und auf seinem Grabstein war zu lesen:
Er hat immer alles gemacht, für die Anderen nur nichts für sich, der arme Tor.

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Ein Abend bei Selbstzweifel und dem Verständnis

Die Selbstzweifel und das Verständnis trafen sich auf ein Glas Wein. Sie unterhielten sich einen ganzen Abend angeregt, die Selbstzweifel erzählten und erzählten. Das Verständnis hörte aufmerksam zu und gab hin und wieder seine Meinung und Anregungen ab.

Plötzlich brachen die Selbstzweifel in Tränen aus, dass Verständnis ging zu ihnen hinüber und nahm sie in den Arm. Die Selbstzweifel schluchzten und salzige Tränen rannen in Strömen über ihre Wange.

„Ich kann dich verstehen, den mir geht es oft nicht anders, den ein kleiner Teil von Dir steckt auch in mir“, sagte das Verständnis. Die Selbstzweifel blickten das Verständnis aus tränennassen Augen an und das Verständnis sprach weiter, „Das Zweifel gehört nun mal zu Dir, ohne das wärst Du nicht Du und was würden ich ohne Dich tun? Wir sind wie Schwarz und Weiß, ich bin Dein Halt, ich bin das was dich wieder auf den rechten Weg bringt und ohne Dich würde man mich nicht mehr brauchen“.

Die Selbstzweifel schmiegten sich an das Verständnis „auch wenn ich Dich nerve und lästig bin, so bin ich solange es Dich gibt für Dich da, den wir sind verbunden und somit niemals alleine“, sagte das Verständnis und hielt die Selbstzweifel noch lange im Arm.

Hotel „My Heart“ (Melancholie)

Gehüllt in den Mantel der Melancholie  ging der Manager des Hotel „My Heart“ durch die eisbedeckten Gänge und inspizierte die Räume.

Es waren kleine Räume, trist, leblos und verweist. In manchen fand er vereinzelt Gäste, die vergebens um ein kleines Feuer in Ihrem Zimmer saßen. Das winzige Feuer, kaum mehr als eine Flamme, konnte den Raum nicht erwärmen. Trotzdem versuchte jeder Gast die Flammen am Leben zu erhaltenen.
Wärme im Inneren des Hotels war seid langem fort gegangen. Stück für Stück und Zimmer für Zimmer, nahm die Kälte und der mit Ihr verbundene Tod den Einzug.

Wo sind die Tage hin, als es noch regen Verkehr hier gab. Wo die Gäste tanzten und lachten. Wo der Ballsaal gefüllt war mit Wärme und Freude? Ein paar falsche Gäste und die falschen Feste und schnell ist alles dahin.

Traurig drehte der Manager seine Runden durchs Hotel, Tag für Tag und Nacht für Nacht. Jeden Tag aufs neue entdeckte er neue Gäste, die ihr Feuer am Leben hielten, sie fütterten es mit allem was Sie finden konnten. Zerschlagene Möbel, Teppiche alles was ein kleines bißchen Nahrung für das Feuer war.

Und jetzt fand er jene, die es nicht geschafft haben. Jene die der Kälte zum Opfer gefallen waren. Ihre steifen Leblosen Körper durchgefrohren und ohne Wärme.

Und irgendwann, dass wusste er genau, wird es nichts mehr zu verbrennen geben. Nichts mehr wird der Kälte Einhalt gebieten können, alle Bewohner werden gestorben sein und letztendlich wird der Schnitter auch ihn holen.